46. PRIX WALO

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Absage/Verschiebung 46. PRIX WALO vom 10. Mai 2020
 
Sehr geehrte Damen und Herren
 
Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus  müssen wir schweren Herzens den 46. PRIX WALO, der am 10. Mai im TV-Studio 1, an der Fernsehstrasse in Zürich – Leutschenbach stattgefunden hätte und live auf Star TV ausgestrahlt worden wäre, leider absagen und auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschieben. Die Gesundheit von allen Nominierten, Gästen und Beteiligten ist höchstes Gebot. Ein Verschiebungsdatum für den 46. PRIX WALO steht noch nicht fest. Wir informieren, sobald wir die Lage neu beurteilen können.
 
Wir werden alles tun, um die Verleihung des 46. WALO durchzuführen – wann auch immer.
 
Mit freundlichen Grüssen und allen gute Gesundheit wünscht der
Vorstand Show Szene Schweiz
 
Monika Kaelin
Präsidentin/Produzentin




Publikumsliebling 2019

Der Publikumsliebling für das Jahr 2019 wird vom Publikum via TED ermittelt.

Anna Rossinelli | Bliss | Büetzer Buebe | Beatrice Egli | Fabienne Louves | Mona Vetsch | Peter Reber | Stefanie Heinzmann | Stress


Die Nominierten in den Sparten

Die Geheimwahl erfolgt durch ein 100-köpfiges Fachgremium

Pop/Rock Band | Pop/Rock Singer | Filmmusik | Newcomer | Kabartett/Comedy | Bühnenproduktion | Filmproduktion | Radioproduktion | SchauspielerIn


Publikumsliebling

 

Anna Rossinelli

Über ein Jahr tüftelte das Trio Georg Dillier, Manuel Meisel und Anna Rossinelli am neuen Album «White Garden», das direkt Platz 1 der Schweizer Charts ansteuerte und eroberte. Jüngst gewann Regisseurin Sabine Boss die Sängerin Anna Rossinelli mit ihrer zarten und doch starken Stimme für ihr Managerdrama «Jagdzeit» und für den Titelsong «Without a Parachute » (Fallen ohne Fallschirm). Aktiv ist Anna Rossinelli auch als Coach bei der TV-Show «The Voice of Switzerland»aktiv, dort bringt sie ihre musikalische Kompetenz und Erfahrung ein.


Bliss

Die fünf Mannen namens «Bliss» meinen es schelmisch ernst und behaupten, sie seien «Volljährig» geworden. So jedenfalls bei ihrer jüngsten Produktion. Lausbübisch und noch immer leicht pubertierend öffnet die Bengel-Band das Tagebuch von 20 Jahren Bandgeschichte und nimmt sich selber aufs Korn. Dabei zollt das A-capella-Quintett den musikalischen Helden ihrer Jugend Respekt. Claudio Tolfo, Matthias Arn, Lukas Hobi, Tom Baumann und Viktor Szlovák blasen zum Frontalangriff auf Trommel- und Zwerchfell des Publikums. Entertainment mit einem Schuss Nostalgie. 


Büetzer Buebe


Man weiss nicht so genau, ob sie sich gesucht haben, auf jeden Fall haben sie sich gefunden, die Büetzer Buebe. Inzwischen weiss es jedes Kind und fast jede Oma, die rockenden Büetzer sind Marc A.Trauffer und Gölä, beide Prix Walo-Gewinner. Der Thuner Gölä und der Brienzer Trauffer bildeten ein Duo auf Zeit und wurden vom Erfolg überschwemmt. Das gab es noch nie in der Mundartmusik-Geschichte! Am 22. August.2020 spielen die Büetzer Buebe im Zürcher Letzigrund Stadion auf. Die Sitzplätze waren innert kürzester Zeit ausverkauft.


Beatrice Egli

Beatrice Egli hat während ihrer Auszeit in Australien viele neue Eindrücke gesammelt und grossartige Erfahrungen gemacht. «Ich wollte hinter meine Schlagzeilen schauen und reflektieren, was ich alles erleben durfte. Ich wollte ergründen, welcher Weg vor mir der richtige ist.» Durchatmen und Zeit haben zum Nachdenken und dann zum Musik machen. Mit ihrem sechsten Studioalbum «Natürlich!» stieg Beatrice Egli zum fünften Mal auf den 1. Platz der Schweizer Album Charts ein. Das ist vor ihr keiner Schweizer Sängerin gelungen. 


Fabienne Louves

Von der Gewinnerin der Castingshow 2007 zum Musicstar: Die Luzernerin Fabienne Louves hat die Musicalbühnen bespielt von «Ewigi Liebi», «The Show must go on» (Prix Walo 2017), «Cabaret» und jüngst bei den «Supermarktladies» (2018/19). Das Stück um drei Verkäuferinnen (Sandra Studer, Gigi Moto, Louves) war das erste Musical, bei dem das Publikum mitbestimmen konnte. Gern schwingt Louves auch das Tanzbein und gewann 2017 bei der TV-Show «Darf ich bitten». Auch in der jüngsten Erich-Vock-Inszenierung der «Kleinen Niederdorfoper» wirbelt sie mit – charmant und fröhlich wie immer.


Mona Vetsch

«Mona mittendrin»: Die Frauenfelderin ist bei den Leuten, in der Rekrutenschule oder in der Psychiatrie. Drei Tage, eine Reise, null Plan. Mona Vetsch hat keine Ahnung, wo sie landet. In einer Folge besucht sie die Akutstation der Psychiatrischen Universitätsklinik Bern. Mona Vetsch trifft auf Menschen, die nicht mehr wissen, wo und wer sie sind. Aber auch auf solche, die einfach normal wirken. Während ihres Einsatzes bei der Feuerwehr stirbt ein Mann vor der Kamera. Die Dok-Reihe erzählt Geschichten, einzigartig wie das Leben – und Mona mittendrin.


Peter Reber

Er scheint «E Vogel ohni Flügel» und fliegt doch überall hin. Der Berner Peter Reber ist 70 Jahre rüstig-rege und bekennt «Ha mys Härz uf der Büni gla». Die Publikumsnachfrage bei seiner Jubiläumstournee war so gross, dass er 2020 mindestens ein Abschlusskonzert geben muss. Vor zwei Jahren erhielt er den Ehren-PRIX WALO für sein Lebenswerk. Der Liedermacher («Swiss Lady», «Cinema») tritt mit seiner Tochter Nina auf und hat sich privat wie musikalisch auf hohe See begeben. Mit der deutschen Folkrock-Band Santiano spielte er die Seemannslieder «Mit den Gezeiten» ein.


Stefanie Heinzmann

Die Siegerin der Stefan-Raab Castingshow 2008 aus dem Wallis hat seither eine erfolgreiche Karriere hinter sich. Im März 2019 wurde ihr fünftes Album «All We Need Is Love» veröffentlicht. Das Album wurde in Hamburg, London und Schweden aufgenommen. Sie steht fast permanent im Rampenlicht und ist glücklich auf der Bühne. Im Frühling geht’s los in Deutschland, im August tritt sie in Schaffhausen auf. Heinzmann wirbt für die vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung durchgeführte Kampagne iChance, die sich für das Lesen- und Schreibenlernen einsetzt. 


Stress

Der Patron des Schweizer Rap, Stress, kehrte im Herbst 2019 nach fünf Jahren Album-Abstinenz zurück. Auf seinem jüngsten Werk «Sincèrement» blickt Andres Andrekson, wie Stress bürgerlich heisst, zurück. Der gebürtige Estländer behandelte dabei Themen, die unter die Haut gehen, und verarbeitet unter anderem auch seine Erfahrungen mit Drogen, Depressionen und Selbstmordgedanken. Der 42-Jähriger versteht sich als Botschafter der Schweizer HipHop-Kultur. Er ist ernster und nachdenklicher geworden und scheut sich nicht, heikle Themen wie mentale Gesundheit anzusprechen.



Nominiert in den Sparten:

 

Pop/Rock Band

Hecht

Wenn sie rocken, dann bleibt kein Auge trocken, kein Bein still, kein Herz leer. Die beiden Urmitglieder, Stefan Buck (Komponist und Sänger) und Christoph Schröter (Leadgitarre) stammen aus dem Luzerner Seetal. Hinzukommen der Zürcher Daniel Gisler, der das Keyboard behändigt, Chris Filter am Schlagzeug und Philipp Morscher am Bass. Die fünf Musiker von Hecht haben eine markante Karriere hingelegt, haben sich von staubigen Hinterhofbühnen ins Hallenstadion gespielt. Seit zehn Jahren rocken sie in Mundart und elektrisieren die Fans. Ihre Melodien setzen sich fest, Songs wie «Heicho» oder «Kawasaki». «Oh Boy» – das ist Hecht –echt, einmalig und eingängig.

Krokus

Was 1975 im beschaulichen Solothurn begann, führte zu berauschenden Höhenflügen von den Vereinigten Staaten bis Asien und hat Ende 2019 in Zürich sein Ende gefunden: die Ära «Krokus». Die erfolgreichste Hardrockband der Schweizer Musikgeschichte hat mit ihrem Abschiedskonzert «Adios Amigos» im restlos ausverkauften Hallenstadion «Tschüss» gesagt. Endgültig – oder zumindest so definitiv, wie das bei nimmermüden Vollblut-Rockern der Fall sein kann. 45 Jahre stimm- und musikgewaltige Power, knallharter, melodiöser Sound, Streit und Versöhnung, 15 Millionen verkaufte Alben, Gold- und Platin-Regen – das war’s! Den Schweizer Rocklegenden Marc Storace, Chris von Rohr, Fernando von Arb & Co sei Dank!

Patent Ochsner

Dreissig Jahre hat die Berner Band auf dem Buckel. Und Urvater Büne Huber wird nicht müde, mit seinen Boys plus Monic Mathys am Bass und Kathrin Bögli am Cello Musik zu machen. «Für immer uf di» heisst es so schön auf dem Album «Cut Up». Patent Ochsner – eine Mundartband, wie sie leibt und lebt. Unverkennbar und unwiderstehlich klingt sie, klangreich, aber nie überladen. Vom frenetischen «Villajoyosa» über die jazzigen Liebesballade «La Rose» zur Aufbruchsparabel «Dr Zug». Diese Reise endet mit der Polo Hofer-Hommage «Kreis». Büne Huber hat Songs für uns alle destilliert: Authentisch, mit grossem Herz und hellwachem Verstand. Songs, die vielstimmig mitgesungen und zelebriert werden.


Pock/Rock Singer

Loco Escrito

Mit vier Platin-Singles in Folge, einem MTV EMA als «Best Swiss Act», dem Swiss Music Award für den «Best Hit» und der Nomination für «Best Urban Act of the Year» an den LUKAS Awards ist Loco Escrito der grosse Überflieger der Schweizer Musikszene in den letzten zwei Jahren. 2016 wurde er zum Best Talent bei Radio SRF 3 erkoren. Das mitreissende, neue Album «Estoy Bien» tanzt zwischen Euphorie und Melancholie, bietet alles von Pop über Rock bis hin zu Reggaeton und Cumbia. Es entstand in Kolumbien, in Zürich und im Tessin. Loco Escrito (bürgerlich Nicolas Herzig, in Kolumbien geboren) startet durch. Nach der Konzerttour im März durch die Schweiz folgt im Mai Deutschland – als Special Guest von Pietro Lombardi.

Luca Hänni

Mit dem Lied «She got me» überzeugte Luca Hanni 2019 die Jurys und 200 Millionen Fernsehzuschauer beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Er zog für die Schweiz ins Final ein und erreichte mit seinem hervorragenden vierten Platz das beste Schweizer Resultat seit 26 Jahren. Hänni zeigte, dass er nicht nur singen, sondern auch tanzen kann. Das macht ihn zu einem der gefragtesten Künstler der Schweiz. Er tourt in ausverkauften Hallen durchs Land und absolviert TV- und Live-Auftritte in ganz Europa. Nach über 40 Wochen Hitparadenpräsenz war er 2019 der bestplatzierte einheimische Künstler in den Jahrescharts. Der Tanzbeau kam bereits 2017 bei RTL in der Sendung «Dance Dance Dance» gross raus und wird nun in der neuen RTL-Staffel «Let's Dance» mitwirbeln.

Sina
Sie ist aus dem Schweizer Musikbusiness nicht mehr wegzudenken. Seit nunmehr 25 Jahren ist sie auf und neben unzähligen Konzert- und Theaterbühnen zu sehen. Eine Powerfrau mit Biss und Ausdauer, die zeigt, dass sowohl die Schweizer Mundartmusik als auch Frauen im Business längst nicht mehr zu einer Minderheit gehören und geht als Vorbild voran. Ihr 13. Studioalbum «Emma» hat den 1. Platz in den Schweizer Charts belegt, zudem wurde ihr vom SRF eine eigene Sendung gewidmet, in der musikalische Kollegen und Kolleginnen bekannte Sina-Songs neu interpretiert haben. Wenn sie zusammen mit Adrian Stern «I süächu Dich» singt, ist das arg untertrieben, denn auf der letztjährigen Club-Tournee hat sie knapp 20 000 Fans angezogen. 


Filmmusik

Geschwister Baldenweg

Diego Baldenweg mit Nora Baldenweg & Lionel Baldenweg sind ein mehrfach preisgekröntes Komponistenteam. Ihr künstlerisches Talent haben sie von ihren Eltern; Künstlerin Marie-Claire Baldenweg und Musiker Pfuri Baldenweg, dem Gründer der legendären Bluesband Pfuri, Gorps & Kniri, geerbt. Die Geschwister schufen die Filmmusik für über 20 Filme, etwa für Rolf Lyssy’s «Die letzte Pointe» (u.a. mit Pepe Lienhard eingespielt), für den Oscar-Nominierten «La Femme et le TGV» oder für das Historiendrama «Zwingli» wofür sie mit ihrer Filmmusik an den World Soundtrack Awards nominiert wurden. 2018 gewann das Trio den Schweizer Filmpreis für «Die kleine Hexe». Kristallisationsort der Drei ist Zürich und Sydney, wo sie auch für Netflix Serien komponieren. 

Peter Scherer
1953 in Zürich geboren, zog es ihn bereits 1980 nach New York. Peter Scherer arbeitete als Arrangeur, Studiomusiker und als Produzent für Künstler wie Bill Frisell oder Ute Lemper. Filmmusiken schrieb er unter anderem für «Voodoo - Mounted by the Gods» von Alberto Venzago. Er komponierte auch fürs Ballett im Opernhaus Zürich das Stück «Essey and Pannes». Seit 2010 lebt Peter Scherer wieder in der Schweiz, lehrt an der HKB in Bern «Sounds Arts» sowie an der ZhdK in Zürich. Er versorgte auch mal einen «Tatort» mit Musik und stattete den Dokumentarfilm «#Female Pleasure» mit Musik aus. Seine wohl bekannteste Filmmusik lieferte er zum hochaktuellen Dokumentarfilm «More Than Honey» von Markus Imhoof, für die er den Schweizer Filmpreis erhielt. 

Yannick Zenhäusern
Der Oberwalliser Yannick Zenhäusern stattet Filmproduktionen, Werbespots, Trailer, Jingles oder Spiele mit Musik aus. Für den deutschen Kurzfilm «Lion's Return» erhielt er 2019 einen Preis und beim Festival Under the Stars International Film Festival in Italien wurde er mit dem Titel «Best Music Spielberg Edition» ausgezeichnet. Freude herrscht beim Musiker. «Das ist grossartig. Die Anerkennung ist so schmeichelhaft und bestärkt mich auf meiner verrückten Reise durch die Welt der Spiele- und Filmmusik», schwärmt der Komponist und wandte sich auch anderen Musikstilen zu, etwa mit dem Song «The Book Of Broken Hearts». Yannick Zenhäusern mag's gern vielseitig und arbeitet am Computerspielprojekt «GoldenEye 25». Die musikalische Reise geht weiter.


Newcomer

Delio Malär  (Theater- und Filmschauspieler)
Er rockt die Schweiz – vor der Kamera wie auf der Theaterbühne. Jetzt stand Delio Malär für seinen ersten Kinofilm «Platzspitzbaby» vor der Kamera. Ausserdem agiert er grossartig im Theater Rigiblick als «Amadeus» (Mozart). Schon seit frühester Kindheit sammelt Delio Malär Bühnenerfahrung, später als Musiker mit eigenen Songs. Er beherrscht viele Musikinstrumente und spielt mit seiner Band «The Love Rockets» vor ausverkauften Häusern. Delio begeisterte das Publikum der Hamburger Kammerspiele: «Pasta e Basta» heisst der italienische Liederabend, wie Delio auf den Leib geschneidert. Am Altonaer Theater (Hamburg) spielt er «Auf alten Pfannen lernt man kochen», gemeinsam mit Cornelia Schirmer. Zusammen realisierten sie das Stück «Auf der Bühne gehörst Du mir».

Marius Bear    (Sänger und Musiker)
Zweifellos erinnert seine Stimme an den verstorbenen Joe Cocker, rau, rissig, tief. Der Appenzeller Marius Bear (Marius Hügli) fand in London seine musikalische Heimat. «Den Künstlernamen gaben mir andere, aber er passt zu mir, ich bin manchmal ruhig, manchmal laut, ausserdem bin ich so breit gebaut wie ein Bär.» Seine Reise führte ihn über New York nach London. Im Big Apple lernte er den Zürcher Schlagzeuger Jojo Mayer kennen. Dieser ermöglichte ihm, den Soundtrack zum Film «Lunar Tribute» des Berners Rob Lewis aufzunehmen. 2017 wechselte der Appenzeller nach London, studierte an der BIMM, der British and Irish Modern Music School London. In Holland entstand sein Minialbum «Sanity». Seine Songs gehen unter die Haut und bescherten ihm 2018 den Titel «SRF 3 Best Talent».

Stubete Gäng  (Volkstümliche Popmusik-Kapelle)
Ihr Vater Hans Hassler, Schweizer Godfather des Akkordeons. ist eine musikalische Legende. Seine Söhne Aurel und Moritz stellen eine Tradition komplett auf den Kopf und spielen Stubete, wie man sie noch nie gehört hat. Aurel und Moritz erfinden die Stubete neu, und Vater Hans sitzt mit im Boot. Ein Heimat-Jam der modernen Art - «ÖRBN LÄNDLER wo tätscht» halt! Mit Debutalbum und Liveauftritten legte die fünfköpfige, bodenständige Familien-Gäng einen Superstart hin. Gefunden haben sich Aurel und die Stubete nach einer Reise durch Indien. «Ich hatte solche Sehnsucht nach den Bergen und ging auf die Alp. Dort habe ich erlebt, wie alle zusammenkommen und musizieren. Diese erdige Bodenständigkeit hat meine Seele zum Gumpen gebracht!», blickt Aurel zurück.


Kabarett/Comedy

Dominic Deville
«Pogo im Kindergarten» nennt er seinen literarischen Erstling und gibt Einblicke in die chaotischen Seiten der Erziehung. Dominic Deville, Autor und Kabarettist, ist als Moderator der TV-Satiresendung «Late-Night-Show» (seit 2016) bekannt geworden. Der Unterhalter, Bühnenautor und -künstler hat auch Erfahrung als Plakatierer und Schneeräumer. Der diplomierte Kindergärtner, Kolumnist und Komiker, 1975 in München geboren, wirkte auch am multilingualen Musikvideo «Do they know it’s Europe» der Comedians for Worldpeace mit, an dem Moderatoren populärer satirischer und humoristischer Late-Night-Formate diverser EU-Länder beteiligt waren. Frech und frisch – das Video «America first, Switzerland second» wurde über 12millionenmal auf Youtube angeschaut wurde.

Joachim Rittmeyer
Er ist ein Fels in der Brandung, ein Urgestein der Schweizer Kabarettszene und das seit über 45 Jahren. Der St. Galler Joachim Rittmeyer zieht das Publikum mit absurder Situationskomik und viel Sprachgefühl in den Bann: Darf ein Manager zur Arbeit mal seinen Hund mitbringen oder zum Zahnarzt? Auch dann, wenn der ganz brav ist und schläft? Das wird wohl kaum gebilligt. Aber das Publikum duldet es, freut sich sogar, wenn der Kabarettist Joachim Rittmeyer für einmal jemanden mitbringt, der ganz still ist und schläft. In seinem aktuellen Stück «Neue Geheimnische» erweckt Rittmeyer erneut seine legendären Nischenfiguren zum Leben und lässt sie über den Abgründen des Alltäglichen balancieren, als wenn dies das Selbstverständlichste der Welt wäre.

Renato Kaiser
Seit 2005 ist er satiremässig aktiv und wurde 2012 Poetry-Slam Schweizermeister. 2020 ehrt Salzburg den Ostschweizer Renato Kaiser mit seinem Stier. Der Mann aus Goldach, SG, gehört zum Team der Satire-Radiosendung «Zytlupe» und war auch bei Michael Elseners TV-Nightshow «Late Update» aktiv. Im Herbst 2019 moderierte er die Fernsehsendung «Tabu» und verbrachte vier Tage mit vier Menschen, die man zu Randgruppen oder Minderheiten zählte. Er nimmt sich «Zeit für entwaffnenden Humor», verabreicht auch gern mal «Kaisers Körnerbrot» und lässt sich über Katzenschlecken aus. Er balanciert zwischen Vernunft und Wahnsinn, zwischen Vordergrund und Hintersinn und verabreicht eine Mischung aus Satire, Spoken Word und Comedy. 


Bühnenproduktion

Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde

Der unvergleichliche Walter Andreas Müller feierte als Papst Albert IV. einen Bombenerfolg in den Kammerspielen Seeb, die 2019 ihr 45-Jahrjubiläum begingen. Urs Blaser hatte sie 1974 als Intendant gegründet. Er führte beim «entführten Papst» Regie, der auch im Theater Hechtplatz, Zürich gastierte. Worum geht's? Der etwas verschrobene, jüdische Taxifahrer Samuel Leibowitz (Eric Hättenschwiler) schleppt den in Zürich weilenden Papst nach Hause und sperrt ihn in seine Speisekammer ein. Dass Samuel einen «Weltfriedenstag» erpressen will, gefällt dem Papst. Die beiden schliessen Freundschaft… Der Theaterklassiker über das friedvolle Miteinander der Menschen ist witzig und hochaktuell. Es spielen Sabina Deutsch, Jeremy Müller, Klara Rensing, Marco Canadea und Reto Mosimann.

Heiweh – Fernweh
Luzern verwandelte sich im Dezember 2019 zur Musicalstadt. Vier Wochen lang wurde eine Messehalle zur Spielstätte von «Heiweh - Fernweh». Wesentlicher Initiator dieses Kulturevents war Produzent Werner Grossniklaus. Regieexperte Max Sieber schrieb das Musical um das heruntergekommene Strandhotel Lido am See, das eine Hippietruppe in Schuss bringt. Dabei sind jede Menge Hits zu hören – von Gölä und Patent Ochsner bis Gotthard, Trauffer und Marc Sway. Unter anderem spielte Bo Katzman den Beizer Frank und Nina Havel seine Walliser Frau Julia. Witzig: Mit Christina-Maria Sieber und Ronja Borer waren die Töchter von Max Sieber und Bo Katzman gleich mit an Bord der Produktion. Das zog massenhaft Besucher an. Über 24 000 Besucher strömten auf die Allmend. 

Tribute to Woodstock
Hauptdarsteller und Leiter des Zürcher Theater Rigiblick, Daniel Rohr ist immer wieder für eine Überraschung gut. Der Vollblut-Theatermensch liess ein sagenhaftes Festival aufleben, Hanna Scheuring, Chefin des Bernhard-Theaters-Chefin Hanna Scheuring, führte bei «Tribute to Woodstock» Regie. «Weil das Festival recht unorganisiert war, mussten Chefbeleuchter Chip Monk und Stage Manager John Morris auch moderieren. «Ich spiele Chip», erklärte Rohr. «Wir erzählen alles über Jimi Hendrix, The Who, Carlos Santana, Joe Cocker & Co.» Die Nachfrage nach «Woodstock» war so gross, dass man ins Theater 11 ausweichen musste und vor 1600 Leuten spielte. «Das war wie Cinemascope und für die Technik eine immense Herausforderung», resümiert er. Woodstock lebt – auch 50 Jahre danach.


Filmproduktion

Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes
Der Held ist seit 20 Jahren spurlos verschwunden. Bruno Manser war 1984 auf der Suche nach ursprünglichem Leben auf die Nomaden der Penan im Dschungel Borneos gestossen und schloss sich einer Sippe der Urbewohner an. Als die Regierung 1987 Teile des Regenwaldes zur Rodung freigab, wird Manser zum Umweltschützer, animierte die Penan, sich zu wehren, zu protestieren. Den Umweltaktivisten, Menschenrechtler und Romantiker feiert Niklaus Hilber in seinem aufwändigen Spielfilm. Sein zweieinhalbstündiger Kinofilm stellt ein Stück Umweltdramatik packend und glaubwürdig dar, auch dank des Hauptdarstellers Sven Schelker. Es wird dem Basler Bruno Manser und seinem Kampf gegen Waldzerstörung gerecht.

Il mangiatore di pietre
Ein Thema so alt wie die Menschheit: Flucht. In Nicola Belluccis Bergdrama warten afrikanische Flüchtlinge in einer verschneiten Berghütte auf ihre einheimischen Fluchthelfer. Dreh- und Angelpunkt ist ein Bergler, der selbstlos Menschen über die Grenze von Italien nach Frankreich führt: der Menschenschmuggler Cesare (Luigi Lo Cascio). Menschen zwischen den «Fronten» und Grenzen sind das Thema des Romans «Der Steingänger» (2004) von Davide Longo. Er bildet die Basis für den packenden Spielfilm «Il mangiatore di pietre». Das Bergdrama, eine schweizerisch-italienische Koproduktion, ist sowohl Thriller wie Western – mit den Schweizern Schauspielern Leonardo Nigro, Ursina Lardi und Bruno Todeschini.

Zwingli
«Zwingli» – der Film ist sowohl ein Porträt als auch Zeit- und Sittenbild. Prediger Zwingli hat die Schweizer Gesellschaft und Kultur massgeblich mitgeprägt. Die Zeitreise beginnt 1519, als Zwingli, vormals Pfarrer und Magister in Glarus, von Einsiedeln kommend, das Amt eines Leutpriesters am Zürcher Grossmünsterstift antritt, 35 Jahre alt. Der stimmige Film von Stefan Haupt konzentriert sich auf das Paar Huldrych Zwingli und Anna, auf gesellschaftliche Verhältnisse, Umbrüche und das alltägliche Leben. Reformationsbewegung und Auswirkungen auf das Leben werden anschaulich vor Augen geführt, mit Max Simonischek als Zwingli, Charlotte Schwab als böse Schwiegermutter, Sarah Sophia Meyer als seine Frau Anna und Anatole Taubman als Wegbegleiter Leo Jud.


Radio-Produktion

Jukebox (Radio 1)
Dani Wüthrich ist Moderator und Musikchef von Radio 1 und präsentiert auf dem Sender jeweils am Sonntagabend die «Sendung, die ins Ohr und unter die Haut geht». An jedem Abend wird ein Musiker, eine Musikerin oder eine Band präsentiert. Das Porträt garniert Dani Wüthrich mit Hintergrundinformationen und grosser Sachkenntnis und natürlich viel Musik. Dabei gräbt er auch Trouvaillen aus, die nicht oder sehr selten am Ratio zu hören sind. Der «Schatzgräber» präsentiert Ausschnitte aus Interviews, die eine Persönlichkeit erlebbar machen. Das können mal Rod Stewart oder Chris von Rohr, Motown oder die Abbey Road sein. Damit hat Dani Wüthrich ein einmaliges Format geschaffen. 

Persönlich (Radio SRF 1)
Diese SRF1 Radiosendung hatte bereits 1976 Premiere. «Persönlich» ist somit die erste Live-Radiotalkshow der Schweiz und eine der erfolgreichsten Sendungen von Radio SRF 1. Rund 450 000 Hörerinnen und Hörer sind jeden Sonntagmorgen live dabei, wenn zwei Gäste aus ihrem Leben erzählen. Es sind meistens bekannte Personen aus Kultur, Unterhaltung, Wirtschaft und Politik, die sich in der Sendung von ihrer persönlichen Seite zeigen. Aber auch Persönlichkeiten, die einer breiten Öffentlichkeit weniger bekannt sind, kommen in «Persönlich» zu Wort und erzählen spannende Geschichten aus ihrem Leben, die über den Tag hinaus Gültigkeit haben. Erster Gastgeber war der spätere «Tagesschau»-Moderator Charles Clerc. 

Ufs Gratwohl (Radio Central) 
Vor dreissig Jahren ging Radio Central auf Sendung, dazumal noch als Radio Schwyz mit Sitz in Rotkreuz. Der Sender deckt die gesamte Zentralschweiz ab, aber auch Regionen am Zürichsee, das Linthgebiet und den Kanton Glarus. Die Sendung «Ufs Gratwohl» lädt beispielsweise zu einer interaktiven Wanderung ins Glarnerland ein. Da wurden Familien besucht, eine Grosi interviewt oder ein Halt «zwischen Himmel und Erde» auf dem Klausenpass eingebaut. «Ufs Gratwohl» war im Dezember am Sempachersee unterwegs und zu Besuch bei einem Familienbetrieb in Winikon. Das Thema: Bauernhofferien. Da erlebte man eine Napfwanderung, Geselligkeit und die Geburt von Kalbszwillingen. Radio ist nah bei den Leuten und Hörern eben.


Schauspielerin/Schauspieler

Charlotte Schwab 
Wer zählt die Rollen, Kino- und Fernsehfilme, welche die Baslerin gemeistert hat? Charlotte Schwab hatte sich früh entschieden, Schauspielerin zu werden. Sie begann ihren Bühnenlauf in Trier, der sie über Düsseldorf nach Berlin, Hamburg und auch ans Zürcher Schauspielhaus führte. Ihr Weg endete vorläufig im Münchner Residenztheater. Einem grösseren Publikum wurde sie mit der TV-Serie «Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei» und als Partnerin von Ann-Kathrin Kramer in der Krimireihe «Das Duo» bekannt. Im letzten Jahr agierte die vielgereiste vielseitige Akteurin im Kinofilm «Zwingli» – erstmals an der Seite ihres Sohnes Max Simonischek. Anfang des Jahres spielte Charlotte Schwab in Frank Wedekinds Monstretragödie «Lulu» eine der drei Lulus im Residenztheater. 

Max Simonischek
Max Simonischek ist quasi zurückgekehrt, an die Stätte seiner Jugend. In Berlin geboren, wuchs er in Zürich auf. Jetzt agierte er als prägnanter Prediger und Reformator Huldrych Zwingli im gleichnamigen Spielfilm. Dessen soziales Engagement hätte ihn angesprochen, meint der Hauptdarsteller, der erstmals mit seiner Mutter Charlotte Schwab gemeinsam vor der Kamera stand. Sie spielt seine böse Schwiegermutter. Der Hüne (1,95 m) wird manchem Kinobesucher noch in Erinnerung sein – aus Filmen wie «Akte Grüninger», «Der Verdingbub» und natürlich als einsichtiger Ehemann in der «Göttlichen Ordnung». Der schweizerisch-österreichische Mime hat mit Religion nicht viel am Hut hat, war jedoch vom historischen Zwingli beeindruckt als Reformer und Vorbild.

Sven Schelker    
Ihm war es wichtig, dem Umweltaktivisten Bruno Manser gerecht zu werden, betonte Schauspieler Sven Schelker in einem Interview. Man habe Respekt vor dessen Kampf gehabt und sei sich der Verantwortung bewusst gewesen. Als Vorbereitung ist er mit Regisseur Niklaus Hilber zu den Penan gereist und hat mit ihnen ein paar Wochen gelebt. Er hoffe, dass die Menschen durch den Film «Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes» sensibilisiert würden. Der Basler Schelker agiert eindrücklich als Aussteiger Manser, der zum Vorkämpfer der Ureinwohner in Borneo wird. Schelker ist zurzeit am Hamburger Thalia-Theater engagiert. 2015 hatte er bereits in Stefan Haupts Schweizer Spielfilm «Der Kreis» mitgewirkt und in Berlin den Shooting Star Award erhalten.


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