50. Prix Walo
Am Samstag, 2. Mai 2026, lud die Show Szene Schweiz zur 50. Prix Walo-Verleihung und namhafte Showgrössen, Musiker, Künstler und Künstlerinnen aus der ganzen Schweiz gaben sich ein Stelldichein im Zürcher Kongresshaus. Die Jubiläums-Gala wurde vom Schweizer Fernsehen live übertragen, gemeinsam mit den Privatsendern Star TV, Blick und auftanken.TV.
Der Prix Walo, eine von Rolf Knie kreierte Trophäe, wird an Kulturschaffende aus Unterhaltung, Musik, Theater, Kabarett und Film verliehen, die sich 2025 besonders hervorgetan haben und Erfolg hatten. Sie wurden von einer Fachjury nominiert und in neun Kategorien eingeteilt. Ein 100köpfiges Fachgremien stimmte über die Sieger ab.
Und die Sieger 2026 heissen: Hecht (Kategorie Pop/Rock Band), Stephan Eicher (Pop/Rock Gesang), Linda Fäh (Schlager), Zoë Më (Newcomer), Secondhand Orchestra (Kabarett/Comedy), «Dinner for WAM» (Bühnen-Produktion), «Heldin» (Film-Produktion), Eurovision Song Contest (TV-Produktion), Marcus Signer (Schauspieler).
Den Ehren-Prix Walo nahm ein total überraschter und gerührter Freddy Burger entgegen. Der wohl bekannteste und innovativste Manager der Schweizer Show- und Konzertszene hat Udo Jürgens, Pepe Lienhard und viele mehr bekannt und gross gemacht. Freddy Burger ist ein Markenzeichen, ein Gradmesser der Showszene. Er gründete Nachtclubs wie Adagio und Palais Mascotte, veranstaltete das TV-Festival «Rose d’Or» in Luzern und sammelte Auszeichnungen wie andere Goldmedaillen. Freddy Burger erhielt 2007 einen Live-Entertainment-Award Best Management, 2009 einen Zürcher Hotel-Preis, 2013 eine Ehrenrose der «Rose d’Or», 2011 eine Ehrenmedaille der Stadt Zürich und 2013 einen Swiss Nightlife Award.
Ihm gebührt der Ehren-Prix Walo 2026: Freddy Burger, Konzertmanager, Unternehmer und «Graue Show-Eminenz». Ein Mann, der nach «Liebe, Lust und Leidenschaft» lebte, wie der jüngste Titel seiner Biographie verriet, sein Credo, sein Lebenselixier eben. Sein Geheimnis: Er entscheide im Einklang mit Kopf, Herz und Bauch.
Der Publikumsliebling 2025 ist der neue Happy-Glücksbringer Nik Hartmann und ist selber überglücklich über den ersten Preis, den er bekommen hat. Dicht gefolgt beim Publikums-TED war das brillante ESC-Moderatoren-Paar Sandra Studer & Hazel Brugger. Der dritte im Bunde war beliebte Folk-Entertainer Trauffer. Präsentiert und moderiert wurde der glamouröse, höchst amüsante Event von Monika Kaelin, Präsidentin der Show Szene Schweiz, sowie Nicole Berchtold und Salar Bahrampoori.
Bedauerlicherweise ist beim «Im Memoriam» aus unerklärlichen Gründen das Bild von Margrith Läubli gezeigt worden.
Wir möchten uns dafür aufrichtig entschuldigen.
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Sieger in der Sparte: Pop/Rock-Band
- Hecht
Sieger in der Sparte: Pop/Rock-Gesang
- Stephan Eicher
Sieger in der Sparte: Schlager
- Linda Fäh
Sieger in der Sparte:Newcomer
- Zoë Më Singer/Songwriterin
Sieger in der Sparte:Kabarett/Comedy
- Secondhand Orchestra
Sieger in der Sparte: Bühnen-Produktion
- Dinner for WAM Casino Theater Winterthur
Sieger in der Sparte:Film-Produktion
- Heldin
Sieger in der Sparte:TV-Produktion
- Eurovision Song Contest SRG
Sieger in der Sparte:Schauspielerin/Schauspieler
- Marcus Signer
Die Crew, die diese Live-Show möglich gemacht hatte. Nicht auf dem Bild sind die Moderatoren und Visagisten.
Moderatoren
Ehren Prix Walo: Freddy Burger
Er kennt sich aus «über Stock und Stein». Der Radio- und Fernsehmann aus Burgdorf hat sich als Wanderer mit Hündin Jabba beim Publikum eingeprägt. Nik Hartmann, am Zugersee heimisch geworden, war stets »Bi de Lüt» und ist es seit Oktober erst recht. Der Moderator hat die Nachfolge von Röbi Koller angetreten und beglückt nun auf SRF Menschen und Publikum mit «Happy Day». Seine Art kam an – jüngst auch am Valentinstag. Kollegin Kiki Maeder, seit zwölf Jahren eine feste Grösse in der Show, hält ihn für den richtigen «Mann für das Format».
Fünf Freunde, fünfzehn Jahre, fünf Alben, 2021 Prix Walo-Gewinner – und die Frage: Was bleibt? Mitten im Erfolg halten «Hecht» inne. Auf ihrem neuen Album «Lovers» zeigt sich die erfolgreiche Schweizer Mundartband so nahbar wie nie. Die Songs erzählen von Nähe und Distanz, von Überforderung und Hoffnung, von Freundschaft und Liebe – ehrlich, direkt und ohne Fassade. Sänger Stefan Buck öffnet in seinen Texten Türen, die sonst oft verschlossen bleiben, und erzählt von Zweifeln, der Zerrissenheit zwischen Bühne und Zuhause, aber auch von der Kraft, die dabei hilft, immer wieder füreinander da zu sein.
Seit den frühen 80er Jahren zählt Stephan Eicher zu den erfolgreichsten und prägendsten Musikern der Schweiz. Der Durchbruch gelang ihm mit der NDW-Band «Grauzone» und dem Hit «Eisbär». Seinen grössten Erfolg feierte er 1991 mit dem Album «Engelberg». Die Singles «Déjeuner En Paix», «Hemmige» und «Pas D’Ami (Comme Toi)» wurden nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich zu grossen Hits. Für sein Lebenswerk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den «Outstanding Achievement Award» bei den Swiss Music Awards 2020 sowie 2021 den Grand Prix Musik des Bundesamtes für Kultur. Ende 2025 erschien mit «Poussière D’Or» sein neustes Album, das als Nr. 1 in die Charts einstieg.
Die ehemalige Miss Schweiz (2009) ist seit Jahren unterwegs als erfolgreiche Schweizer Schlagersängerin und Moderatorin. Sie startete 2011 ihre Karriere mit der Single «Unendlich wie das Meer» und gab anschliessend im Weihnachtszirkus «Salto Natale» ihr Debüt als Sängerin. Seither hat sie sich fest in der Schweizer und deutschen Schlagerszene etabliert. Mit Auftritten in TV-Shows (ZDF-Fernsehgarten) und Tourneen mit Florian Silbereisen begeisterte sie das Publikum. Linda Fäh ist seit 2017 ehrenamtliche Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). 2025 war sie offizielle Botschafterin für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) Glarnerland in Mollis.
Zoë Më prägte das Musikjahr als eine der sichtbarsten, neuen Stimmen der Schweiz. Mit dem Song «Voyage» verband sie französischsprachigen Pop mit einer klaren Haltung zu Offenheit, Menschlichkeit und Respekt. Als Schweizer Vertreterin am Eurovision Song Contest in Basel stand sie vor einem Millionenpublikum und erreichte einen vielbeachteten Finalplatz – ein seltener Erfolg für eine Newcomerin. Ihre reduzierte, emotionale Performance überzeugte durch Authentizität statt Effekte. Zoé Më steht für eine neue Generation von Schweizer Künstlern und Künstlerinnen, die musikalische Qualität, sprachliche Vielfalt und inhaltliche Relevanz selbstbewusst zusammenbringt.
Zuerst die Beatles, dann Queen und jetzt ABBA – seit 2017 begeistert das Secondhand Orchestra mit einzigartigen und stets ausverkauften Mundart-Tribute-Shows. In ihrem dritten Programm «Love» widmen sich Roman Riklin, Daniel Schaub, Frölein Da Capo und Adrian Stern den Hits der schwedischen Kult-Band – und zwar mit viel Liebe und Respekt zum Originalmaterial. Sie machen sich dieses textlich wie musikalisch zu eigen und lassen sich inspirieren. Das Ergebnis ist erneut eine multimediale Show mit vielen Eigenkreationen, überraschenden Einfällen und spielerischen Details, die gleichermassen zum Schmunzeln wie zum Schwelgen anregen.
Zum 80. Geburtstag schenkte das Casinotheater Winterthur Walter Andreas Müller (WAM) ein Theaterstück, eine liebevolle Hommage an sein Schaffen. Bei «Dinner for WAM» schlüpft der vife Jubilar in seine Paraderollen und gibt noch einmal Altbundesrat Leuenberger, Blocher und Merz zum Besten. Im Stück von Domenico Blass wirkten Viktor Giacobbo, Christian Jott Jenny, Maja Brunner und Peter Niklaus Steiner (Regie), die mehr oder weniger sich selbst spielen- oder eine Parodie davon – mit. Diese Komödie, wo Wunsch und Wirklichkeit aufeinanderprallen, begeistert mit berührender Musik, viel Nostalgie und einem WAM, der sich selber und die Zuschauenden zu Tränen rührt.
Pflegefachfrau Floria arbeitet mit Leidenschaft und Professionalität auf der chirurgischen Abteilung eines Kantonsspitals. Bei ihr sitzt jeder Handgriff, sie hat auch in Stresssituationen ein offenes Ohr für Patientinnen und Patienten. Doch die Realität ist hart. Trotz aller Hektik umsorgt Floria eine schwerkranke junge Mutter und einen alten Mann, der verzweifelt auf seine Diagnose wartet, ebenso fürsorglich wie einen Privatpatienten mit all seinen Extrawünschen. Ein herausragender Kinoerfolg von Petra Volpe (Buch und Regie) mit 200'000 Zuschauenden in der Schweiz sowie 450'000 in Deutschland und Österreich, mit einer überzeugenden Leonie Benesch in der Hauptrolle, sowie Sonja Riesen, Bea Schmid, Urs Bihler, Jürg Plüss u.v.m.
Der Eurovision Song Contest 2025 aus Basel war das TV-Event des Jahres – für die ganze Schweiz. Unter SRG- Federführung entstand eine Live-Produktion, die nationale Kompetenz und internationale Strahlkraft vereinte. Die drei Shows überzeugten durch präzise Regie, starke Bildsprache und ein klares Gastgeber-Narrativ. Die Moderation von Sandra Studer und Hazel Brugger stand für Selbstbewusstsein, Humor und Generationenvielfalt, verstärkt durch Michelle Hunziker. Der Show-Act, «Made in Switzerland», wurde zum nationalen Identifikationsmoment. SRF 1 erreichte am Samstag einen Marktanteil von 43 Prozent. Die SRG bewies: Die Schweiz kann grosses Live-Fernsehen – und feierte es gemeinsam.
Sein Gesicht und seine Stimme haben sich eingeprägt. Der Berner Marcus Signer absolvierte 1982-1986 eine Ausbildung als Schauspieler und Animator an der Theaterwerkstatt 1230 in Bern. Nach einem Aufenthalt in New York arbeitete er als freier Schauspieler. Signer spielt u.a. am Stadttheater Bern und am In Situ Chur. Neben seiner Theaterarbeit war Marcus Signer in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, wirkt in zahlreichen Hörspielen mit und arbeitet als Sprecher für Werbespots. 2014 wurde er als bester Darsteller mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet («Der Goalie bin ig»). Er agierte als knorriger Cop in «Wilder» und brilliert aktuell als kultiger Ermittler «Maloney».
























































