45. PRIX WALO

Die traditionsreiche 45. PRIX WALO-Verleihung findet auch dieses Jahr wieder in den tpc-Studios an der Fernsehstrasse 1-4 in Zürich-Leutschenbach statt. Die goldene - von Rolf Knie geschaffene Trophäe - wird im Beisein der gesamten Schweizer Show-Prominenz und der Schweizer Medien vergeben und Dank Inhaber Paul Grau bereits zum 12. Mal auf Star TV live ausgestrahlt. In neun Kategorien plus Publikumslieblinge sind Künstler/innen und Produktionen von einer Fachjury für den PRIX WALO nominiert worden – aufgrund ihrer herausragenden Leistungen im Jahr 2018.

 

 




Publikumsliebling 2018

Der Publikumsliebling für das Jahr 2018 wird vom Publikum via TED ermittelt.

Baschi | Claudia Lässer | Kurt Aeschbacher | Linda Fäh | Marc Sway | Reto Scherrer | Sandra Studer | Susanne Kunz | ZIBBZ



Publikumsliebling

 

 

Baschi

Baschi
TED: 0901 57 59 01
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Baschi meldete sich im September 2018 mit dem neuem Album «1986» zurück. Da ist noch immer dieser unverkennbar zynische Charme des nie ganz erwachsen gewordenen Baselbieters, (2004 Prix Walo/ Newcomer) verpackt in wunderbar melodiöse und treibende Songs. Ob er sich von anderen Künstlern hochnehmen lässt (LSG), einen Sommer lang die Campingplätze der Schweiz bespielt oder gar einen Food Truck entert, um daraus eine Food-Truck-Tour zu machen. Baschi gelingt es immer wieder zu überraschen. Er ist der letzte Hofnarr unseres Landes und weiss, wie man die breite Masse bewegt.


Claudia Lässer

Claudia Lässer
TED: 0901 57 59 02
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Programmleiterin bei Teleclub, Mitglied der Geschäftsleitung sowie Moderatorin (Fussball SuperLeague): Claudia Lässer (42) stammt aus Kreuzlingen. Die ausgebildete Lehrerin wurde 1996 Miss Ostschweiz und begann ihre Fernsehkarriere bei Star TV. Mit ihrer eigenen Firma «Trendscout GmbH» erarbeitete sie Eventkonzepte und Sendungen. Sie stieg 2008 beim Schweizer Sportfernsehen SSF ein, wurde 2012 Programmleiterin und Moderatorin bei Teleclub. Sie lancierte die Talksendung «persönlich mit Claudia Lässer» und zeigt auch, wie Fitness geht in «move2.fit», auch mit Baby. Ganz schön fit.


Kurt Aeschbacher

Kurt Aeschbacher
TED: 0901 57 59 03
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Er ist wohl das bekannteste TV-Gesicht der Schweiz! «Karussell», «Grell-pastell» oder «Casa Nostra» waren Meilensteine seiner Karriere. Kurt «Aeschbi» Aeschbacher (70) ist ein charmanter Gastgeber, seinen Gästen zugetan, aufgeschlossen, interessiert, engagiert. Seit 2001 leitete er die Fernsehsendung «Aeschbacher – diä Sändig, womä niä numä us Längwil luägt» und erhielt 2002 den PRIX WALO (TV-Produktion). Im Dezember 2018 ging die Ära seines wöchentlichen Late-Night-Talk zu Ende. In «Danke, Kurt Aeschbacher – 40 Jahre im TV-Karussell» wurde er Ende 2018 gewürdigt und von SRF verabschiedet.


Linda Fäh

Linda Fäh
TED: 0901 57 59 04
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Die Ostschweizer Schönheit kennt man schon längst nicht mehr nur aufgrund ihres Miss-Schweiz-Titels von 2009. Linda Fäh hat sich als Schlagersängerin fest etabliert. Mit ihrem vierten Album «Herzschlag» feierte sie ihren bislang grössten Erfolg. Und nicht nur das: Fäh startete auch in Deutschland durch. Sie ist seit letztem Jahr ein gerngesehener Gast in den grossen Samstagabendsendungen von Florian Silbereisen. 2019 begleitet sie den Tausendsassa gar auf seiner Tour. Nicht nur das: Sie engagiert sich auch als SRK-Botschafterin. Fähnomenal!


Marc Sway

Marc Sway
TED: 0901 57 59 05
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Die Muse hat ihn wohl schon als Kind geküsst. Sein Vater, ein Blues- und Soulsänger, ist Schweizer, seine Mutter, eine Tanzlehrerin, stammt aus Brasilien. Als Jugendlicher sang Stefan Marc Bachofen, 1979 in Männedorf geboren, in einem Gospelchor. Mit 17 machte er sich als Marc Sway selbständig. Zusammen mit Daniel Kandlbauer, Kisha und Tanja Dankner interpretierte er den Schweizer Song «We're on Fire» für die Olympischen Winterspiele in Turin. Unter Feuer ist Marc Sway immer noch, tourt, was die Bretter und Stimme hergeben – temperamentvoll, beherzt und mit «Beat of My Heart».


Reto Scherrer

Reto Scherrer
TED: 0901 57 59 06
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Er gehört laut Thurgauer Zeitung zu den 100 populärsten Thurgauern – und das seit 2012. Reto Scherrer (42) ist der neue Kopf am bekanntesten Jasstisch der Schweiz und hat sich beim «Samschtig-Jass» schon im ersten Jahr etabliert und viele Zuschauer begeistert. Ausserdem ist er regelmässig auf Radio SRF 1 zu hören und begleitet die Hörer mit seiner sympathischen Art durch den Tag. 2005 gewann er den Ostschweizer Medienpreis für seine «Radio Top»-Rubrik «Burkhardt und Scherrer», in welcher er regelmässig mit Frau Burkhardt aus dem Altersheim über Gott und die Welt redete.


Sandra Studer

Sandra Studer
TED: 0901 57 59 07
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Sie tanzt auf mehreren Bühnen, die Moderatorin und Schauspielerin Sandra Studer (50). 2015 erhielt sie mit  Michael von der Heide und Gardi Hutter den Prix Walo für die Bühnenproduktion und Revue «Wanderful». Im letzten Jahr spielte sie im interaktiven Musical «Supermarkt Ladies» eine der Hauptrollen. Mit Sendungen wie «Swiss Award», «Sports Awards» oder «Takito» wurde sie zu einer der beliebtesten Moderatorinnen der Schweiz. 2018 führte sie souverän durch die SRF Tanzshow «Darf ich bitten?» und die Abschiedssendung von Kurt Aeschbacher «Danke, Kurt Aeschbacher – 40 Jahre im TV-Karussell».


Susanne Kunz

Susanne Kunz
TED: 0901 57 59 08
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Seit 2008 führt die quicklebendige Moderatorin als Quizkönigin der Nation erfolgreich durch die Show «1 gegen 100» auf SRF 1. 2001 wurde sie mit dem Prix Walo (Newcomer) als Präsentatorin von  «Eiger, Mönch und Kunz» ausgezeichnet. Ihr Talent ist äusserst vielseitig; so hat sie bisher zwei selbstentwickelte, abendfüllende Solostücke auf die Schweizer Bühnen gebracht oder 2018 die SRF Tanzshow «Darf ich bitten?» gewonnen. Sie war auch aktiv bei der Eurovisions-Quizrunde «Ich weiss alles». Gemeinsam mit neun anderen berühmten Mamas, hat Susanne Kunz (40) das Buch «Mama kann nicht kochen – Liebeserklärung an perfekt unperfekte Mütter» verfasst.


ZIBBZ

ZIBBZ
TED: 0901 57 59 09
90 Rp/Anruf oder Postkarte

Gegründet wurde ZiBBZ im Jahr 2008 von den Geschwistern Co & Stee Gfeller, und die leben mit ihren Partnern in einer WG in Los Angeles. Einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte das Duo durch seine wöchentliche Reality-Doku-Soap bei JOIZ TV, durch die erfolgreiche TV-Werbung «Ragusa-Blond» und TV Show «Kampf der Orchester» (SRF 1). Bisher hat ZiBBZ die Studioalben «Ready? Go!» (2013) und «It Takes A Village» (2017) veröffentlicht. 2018 vertrat ZiBBZ die Schweiz mit dem Song «Stones» Eurovision beim Song Contest in Lissabon. Wacker.



Nominiert in den Sparten:

 

 

Pop/Rock

Bligg

Auf seinem aktuellen Album «KombiNation» lässt Bligg seiner Fabulierlust, Erzählkunst und musikalischen Kombinierfreude wieder freien Lauf. Das Resultat ist ein in jeder Hinsicht virtuoses Werk. Mal spielt der Musiker humorvoll mit schweizerischen Eigenarten, mal sinniert er leicht melancholisch übers Leben. Er reichert Songs mit feinen Zitaten aus der schweizerischen Volksmusik an oder nimmt prägnante exotische Einflüsse auf. Nach heisser Festivalsaison mit legendären Auftritten ging es im Herbst auf grosse «KombiNation»-Tour quer. Sein vierzehntes Studioalbum hält sich seit Monaten in den vorderen Rängen der Hitparade (Platin Status) und belegte in der Jahreshitparade 2018 den vierten Platz!

Lo & Leduc

Auszeichnungen pflastern ihren Weg – mit dem Prix Walo 2014 und 2015 («Zucker fürs Volk») beispielsweise oder den Swiss Music Awards 2015 (dreifach). Lo und Leduc machen Pop mit Köpfchen. Das Duo stürmt die Charts auch 2018. Rekord! Die beiden Berner Rapper standen 21mal hintereinander auf Platz 1 der Schweizer Single-Hitparade und schrieben mit dem Song «079» Schweizer Musikgeschichte (sechsfach mit Platin  ausgezeichnet). Den eingängigen Titel um die Handynummer «079 het si gseid» sang die ganze Nation. Mit ihrer Popmusik und Reggae-Zutaten liegen Lorenz Häberli und Luc Oggler voll im Trend. Ihr aktuelles Album «Update 4.0» mit zwölf Songs ist als Free Download auf der Website Lo & Leduc und bei Youtube zu hören.

Trauffer

Im ausverkauften Zürcher Hallenstadion feierte der Alpentainer Ende 2018 sein zehnjähriges Jubiläum – mit hochkarätigen Gästen wie DJ BoBo, Gölä oder Härz. Der ehemalige Airbäg-Sänger (Kleiner Prix Walo 1997) singt volkstümlich-poppig vom «Brienzer Buurli», «Sennesinger» oder «Müeh mit de Chüeh». Mühe mit den Kühen hat der ehemalige Holzschnitzer  Marc A.Trauffer (40) aus dem Berner Oberland sicher nicht. Auf seine bodenständige, zünftige Art hat der Gewinner des Prix Walo 2016 ein grosses Publikum gewonnen. Mit dem jüngsten Album «Schnupf, Schnaps + Edelwyss» (Doppelplatin) setzte er einen vorläufigen Schlusspunkt. Nun legt er eine zweijährige Konzertpause ein. Zwischendurch kann man sich in seine Biografie «Dä mit de Chüeh» vertiefen, mit autorisierten Geschichten aufgezeichnet von Brigitte Schöb.


Volkstümlicher Schlager

Heimweh

In nur zwei Jahren haben «Heimweh» die Herzen des Publikums im Sturm erobert: Die Männer kommen aus allen Ecken der Schweiz, eroberten Platz 1 der Schweizer Hitparade, gewannen zwei «Swiss Music Awards» und verkauften fast 100 000 Alben verkauft. Der Männerchor ist Garant für ausverkaufte Konzerthallen geworden. Kürzlich im März haben die elf Mannsbilder wieder Tausende von Zuschauern begeistert. Sie sind Väter, Grossväter, verliebt, verheiratet oder auf der Suche nach der grossen Liebe. Die schönsten Männerstimmen der Schweiz veröffentlichen ihr drittes Album «Vom Gipfel is Tal» im August 2018 – Lieder, wie sie das Leben schreibt, von Liebe, Heimat und Familie, Sehnsüchten, Hoffnungen und Träumen – unverkennbar traditionell, ursprünglich und doch poppig.

Jodlerklub Wiesenberg

1988 wurde die Idee eines Klubs geboren. Die Gründungsversammlung fand allerdings erst 1991 statt, das erste Konzert ging1993 über die Bühne in Dallenwill, NW. Acht Gründungsmitglieder sind noch heute beim Jodlerklub Wiesenberg dabei – mit 19 Aktivmitgliedern unter musikalischer Leitung von Thomas Gabriel und Fredy Wallimann. Den ersten Hit landete der Männerchor mit der Coverversion «Ewigi Liäbe» der Band Mash. Die Wiesenberger wurden prompt mit dem Prix Walo 2007 ausgezeichnet (Jodel und Publikumsliebling). Der wohl bekannteste Jodlerklub der Schweiz kann auf dreissig Jahre zurückblicken – mit voller Stimme und ganzem Herzen versteht sich und grüsst vom «Land ob de Wolke». Gleichwohl sind die Nidwaldner Sängerkameraden mit Präsident Lukas Niederberger auf der Erde geblieben.

Miss Helvetia

Sie macht Stimmung wie der Lederhosen-Rocker Andreas Gabalier. Es wird geklatscht und mitgesungen - beim «Ängeli im Schnee» oder «E Guete» (Platz 1). Sie singt auch mal die Schweizer Hymne mit neuem Text oder das Lied der berühmtem Filmheldin «Gilberte de Courgenay». Sie nennt sich Miss Helvetia, heisst eigentlich Barbara Klossner und wurde im Bernischen Diemtigen geboren. Sie nahm Jodelunterricht bei Hans Stucki, später klassischen Gesangsunterricht, Schwyzerörgli- und Ballettunterricht. Das Jodeln hatte ihr ihre Mutter Kathrin in die Wiege gelegt. Vielseitigkeit ist ihr Trumpf: Folklore trifft auf Pop. «Schnuderwibli» heisst eines ihrer Lieder und meint damit eine Frau, geradeaus und ehrlich wie eben Miss Helvetia, die temperamentvolle Jodlerin und Entertainerin.


Blues/Country/Roots

Cla Nett

Für den 62-jährigen Gitarristen und Sänger Cla Nett ist der Blues mehr als ein Lippenbekenntnis, er atmet und lebt ihn. Vor 44 Jahren hat der Basler mit Bündner Wurzeln die Lazy Poker Blues gegründet, die Legionen von Musikern und die Schweizer Bluesszene nachhaltig prägte. Zu den Höhepunkten zählte die Europa-Tournee mit Joe Cocker 1984 und ein Konzert im Berliner Olympiastadion vor 45000 Leuten. Als Musiker hat Cla Nett Höhen und Tiefen erlebt, seine Leidenschaft ist aber ungebrochen. Vor zwei Jahren hat er die Lazy Poker Blues Band reaktiviert und neuformiert, und im letzten Jahr die Band «The Second Cousins» mit Kurt Bislin, Cousin zweiten Grades, gegründet. Zwei Verwandte, die blind harmonieren. Der Mann mit dem schwarzen Lederhut will es nochmals wissen.

Krüger Brothers / Maja und Carlo Brunner

Country trifft Volksmusik. Hier die Brüder Jens und Uwe Krüger, aufgewachsen in Rothrist,  die vor Jahren in den USA zu Country-Superstars wurden, dort die Geschwister Carlo und Maja Brunner, die seit vielen Jahren zu den besten Musikern der Volksmusik gehören. Wo Welten aufeinander treffen, entsteht das Aussergewöhnliche und die Idee für eine gemeinsame Tournee und CD «Fernweh- Heimweh». Nach TV-Auftritten, zwei wunderbaren und ausverkauften Konzerten am Country-Festival  im Albisgütli Zürich waren die Tickets für die geplante Schweizer Konzerttournee in Kürze ausverkauft. Die März-Tournee musste dann aber kurzfristig wegen Krankheit von Jens Krüger abgesagt werden und wurde im Januar 2019 nachgeholt – und ein Grosserfolg.

Suzanne Klee

Sie hat die Schweizer Coun­try-Szene entscheidend geprägt. Startschuss 1975 mit der Single «I'm Not Lisa», als man hierzulande unter Country noch Hillbilly-Musik verstand. Mit ihrem eigenständigen Mix aus Pop, Rock, Country & Folk und mit einzigartiger Bühnen-Präsenz hat die charismatischen Power-Lady hat es verstanden, sich einen Namen mit Klang zu schaffen. Das ist ihr allerdings nicht so einfach in den Schoss gefallen - doch sie blieb immer am Ball. Auch während ihres 10-jährigen «Exils» in L.A., wo sie mit Harry Shannon eine Reihe hochkarätiger Coun­try-LPs produzierte. 1983 gar ein wunderschönes Christmas Album, das aufhorchen liess. Sie sang an renommierten Festivals in London (Wembley-Stadion), Tokyo (Budokan Hall) und Nashville - aber 2018 auch vierzigmal im «Mimösli» im Basler Häbse-Theater


Newcomer

Härz

Es sind sechs Frauen, die mitten im Leben stehen. Ehefrauen und Mütter mit Leib und Seele. Mit Stimmen, die für Gänsehaut sorgen. Sie haben «Härz» und nennen sich auch so – ein Dialekt-Musikprojekt, wie es die Schweiz noch nie gesehen und gehört hat. Sie kommen aus verschiedenen ländlichen Gebieten und sprechen unterschiedliche Dialekte. Alle leben ihren Traum von der eigenen Familie, stehen mit beiden Beinen fest im Leben und geben ihr Bestes, um Ehe, Haushalt, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen. «Härz» singt vom Leben – von der Suche nach der grossen Liebe, vom schmerzhaften Loslassen, von Sehnsüchten, Träumen und Momenten, die einen oder eine für immer prägen. «Sonä Momänt» bieten eben nur Frauen mit «Härz».

Jennifer Bosshard

Von der Praktikantin zur Moderatorin: Seit Mai 2018 moderiert Jennifer Bosshard «Glanz & Gloria». Davor arbeitete sie mehrere Monate als Praktikantin. Jennifer Bosshard (25) hat an der Universität Basel Geschichte und Deutsch studiert und schloss mit dem Bachelor of Arts ab. Während ihres Studiums schrieb sie als freie Journalistin für das Kulturressort der «Basler Zeitung». Jennifer Bosshard liebt Sport, Reisen und deutsche Literatur und ist seit fünf Jahren mit dem Profi-Fussballer Pascal Schürpf (FC Luzern) liiert. «Mit ihr hab ich den Jackpot geknackt», meint der Topskorer. Die Baselbieterin legte einen fulminanten TV-Start hin und ist leidenschaftliche Journalistin. Sie interessiert sich für Mode und Beauty, aber auch für Feminismus und Gleichberechtigung.

Noémi Schmidt

In Sitten geboren, in Brüssel ausgebildet und in Paris wohnhaft, die Walliserin Noëmi Schmidt (28) setzte sich im Erfolgsfilm «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» bestens ins Bild. Erste Lorbeeren verdiente sich die Schauspielerin im Fernsehfilm «Das Licht der Hoffnung» (La lumière de l'espoir). In diesem Drama spielte sie die Schweizer Krankenschwester Elisabeth Eidenbenz, die in Frankreich Hunderte von Kindern vor den Nazis rettet und erhielt dafür 2017 den Fernsehpreis. International reüssierte sie bereits in der TV-Serie «Versailles» (2015). In Michael Steiners «Wolkenbruch»-Liebeskomödie dreht sie nun als lebenslustige Schickse auf, also als Nichtjüdin, welche dem etwas naiven Motti aus traditionellem, jüdischen Elternhaus den Kopf verdreht.


Kabarett/Comedy

Patti Basler

Patti Basler ist Bühnenpoetin, Autorin und Kabarettistin – mit der «Bodenständigkeit einer Bauerntochter von der Heu- auf die Show-Bühne». Die ausgebildete Erziehungswissenschaftlerin mit Nebenfach Kriminologie korrigiert nicht nur, sondern protokolliert gnadenlos. Die Slam-Poetin bietet zusammen mit Pianist Philippe Kuhn abendfüllenden Frontalunterricht, blickt in Schweizer Schulstuben von den Achtzigerjahren bis heute, in Gotthardröhren, Röstigraben und andere Abgründe. Der Salzburger Stier 2019 geht an die «schnellste satirische Protokollantin des Abendlandes». Die Vize-Schweizer Meisterin im Poetry Slam 2018 sorgt mit dem Radio-Sorgentelefon «Die dargebotene Faust» (SRF 1) nicht nur für Spass. Die Aargauerin bringt Ungereimtheiten vors Mikrophon und auf die Bühne.

Stefan Büsser

Mit 125 000 Fans auf Facebook, über 105 000 Followern auf Instagram und 65 000 YouTube-Abonnenten ist Stefan Büsser der beliebteste Radio- und TV-Moderator der Schweiz im Netz. Seine «Best ofs» der Sendungen «Bachelor» und «Bachelorette» ist die meist gesehene Schweizer Comedy-Serie auf YouTube. Diese Bachelor-Arbeiten haben im Internet Kultstatus erreicht, dabei hat Stefan Büsser offline noch viel mehr zu bieten: Seine aktuelle Solo-Comedy-Show «Master-Arbeit»! In ausverkauften Vorstellungen klärt er das Publikum über die sogenannten sozialen Medien auf, beschreibt eigentlich, wie asozial sie sind und was uns beim Blick übers Handy-Display hinaus erwartet. Bis zum Frühling 2020 wird Stefan Büsser noch mit «Master-Arbeit» auf Tournee sein.

Stéphanie Berger

Durch den Titel «Miss Schweiz» wurde Stéphanie Berger 1995 schweizweit einem breiten Publikum bekannt. Danach arbeitete die heute 41-jährige als TV-Moderatorin, spielte die Hauptrolle im Schweizer Musical «Space Dream» und in diversen Sketchen bei der TV-Show «Benissimo» mit. Später war sie im Schweizer Kinofilm «Handyman» neben Marco Rima zu sehen wie auch in einer Nebenrolle in der Soap «Lüthi und Blanc». 2010 bekam sie eine Rolle in Otto Waalkes Kinohit «Otto’s Eleven». Im gleichen Jahr feierte sie mit ihrem abendfüllenden Komik-Programm «MissErfolg» Premiere. Seit letztem Jahr ist die Baslerin Berger (41) mit der aktuellen Comedy-Show «No Stress, No Fun» auf Tournee. Sie blödelt ernsthaft – mit Elan, viel Selbstironie und noch mehr Fun.


Bühnenproduktion

Monsieur Claude und seine Töchter

Ein Publikumsrenner: Das Boulevard-Dialektstück war zwei Monate lang ausverkauft. Eine doppelte Erfolgsgeschichte, denn das Häbse-Theater Basel feierte 2018 gleichzeitig die 30. Saison. Gründer Hans Jörg Hersberger alias Häbse, ist einfach nicht zu bremsen. Zum Jubiläum schaffte es der Chef (75), die Rechte für den Kinohit «Monsieur Claude & seine Töchter» zu erwerben und machte sich so selber ein Geburtstagsgeschenk. Er übersetzte das Stück mit Carlos Amstutz ins Baseldytsch. An Hersbergers (Claude) Seite agiert ein grandioses Team mit Dani von Wattenwyl, Susi von Lindenau, Nicole Loretan, Carlos Amstutz, Vincent Bueno, Calvin Burke u.v.a. Der konservative Claude und seine Frau Marianne bekommen die Globalisierung  zu spüren: Ihre drei Töchter heiraten, aber wen…? 

8 Frauen

Es sollte ein idyllisches Familientreffen werden. Doch dann liegt der Hausherr erdolcht in seinem Zimmer. Das Telefonkabel ist durchschnitten, das Eingangstor verriegelt, die Bewohner und Gäste sind von der Aussenwelt. Den anwesenden Frauen wird schnell klar, dass nur eine von ihnen als Täterin in Frage kommt. 8 Frauen, 8 Leidenschaften, 8 Verdächtigungen und Frustrationen, 8 Frauen zeigen ihr wahres Gesicht. Der raffinierte Mix aus Kriminalkomödie und Psychodrama, gespickt mit Showeinlagen, ist umwerfend komisch und spannend bis zum verblüffenden Showdown! Das Krimi-Tete-a-tete, eine Hubert Spiess und Erick  Vock-Produktion. amüsierte im Zürcher Bernhard Theater – mit den agilen Damen wie Maja Brunner, Viola Tami, Bella Neri, Hanna  Scheuring, Regula Imboden, Bettina Kuhn u.a.

Tribute to The Beatles: White Album

«You say you want a revolution... » Die Rigiblick-Produktion zum 50-jährigen Jubiläum der epochalen Beatles-Alben wird zum unvergesslichen Musik- und Theatererlebnis. 1968 erschien das neunte Album der Beatles: Sie machten Tabula rasa und verwirklichten ihre individuellen Vorlieben auf einem Doppelalbum mit einer bisher ungehörten Bandbreite von Akustikballade über Country & Western und Hardrock bis zur experimentellen Avantgardecollage. Das «Weisse Album» wird zu einem riesigen Erfolg. Theaterleiter Daniel Rohr moderiert den Abend, Stefan Gubser («Tatort») agiert als Produzent George Martin. 23 Akteure brillieren – als Sänger, Streicher, Bläser und mehr. Magischer Abend und grossartiges Revival – kraftvoll, begeisternd, packend.


Filmproduktion

#Female Pleasure

Fünf Frauen, fünf Kulturkreise, fünf Repressionen: Mit 46 000 Besuchern war «#Female Pleasure» der erfolgreichste Schweizer Dokumentarfilm 2018. Die Regisseurin Barbara Miller begleitete Frauen, die für Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung kämpfen: Die Jüdin Deborah Feldman legte die Fesseln ihres orthodoxen Kulturkreises ab. Die Nonne Doris Wagner war Klosterbrüdern ausgesetzt und trat aus. Die Inderin Vithika Yadav gründete ein Sexualaufklärungsprojekt. Das Afrikanerin Leyla Hussein kämpft gegen Beschneidung. Die Japanerin Rokudenashiko widmet sich lustvoll ihrem eigenen Geschlecht. Diese engagierten Frauen stehen für Unterdrückung, aber auch für Ausbruch und Befreiung. Als Produzentinnen waren die Schauspielerin Melanie Winiger und Unternehmer-Gattin Ellen Ringier aktiv.

Mario

Er träumt von einer Profi-Fussballerkarriere, getrieben und unterstützt von seinem Vater. Mario (Max Hubacher) kickt bei der U21-Mannschaft  der Young Boys und kriegt Konkurrenz durch den Deutschen Leon (Aaron Altaras). Die beiden verstehen sich – und verlieben sich. Das kann nicht gutgehen. Ein schwuler Fussballer? Wenn das publik wird. Mario nimmt sich eine Schein-Freundin (Jessy Moravec). Die Karriere ist gefährdet. Mario nimmt Reissaus Richtung Hamburg (FC St. Pauli). Regisseur Marcel Gisler («Rosie») greift ein heisses Thema auf, unterstützt von Fussballclubs und an Originalschauplätzen gedreht, und reüssierte mit seiner Liebesgeschichte im Kino. Das ungeschönte Sport-Drama bricht Tabus, plädiert für Offenheit und stärkt mögliche Coming-Outs.

Wolkenbruch

Motti (Joel Basman) war es gewohnt, brav das zu tun, was ihm seine jüdisch-orthodoxe Mame (Inge Maux) vorschrieb. Bärtig und unauffällig gekleidet, gibt Motti den beflissener Student an der Zürcher Universität und hilft zeitweise seinem gutmütigen Vater (Udo Samel). Als die Mutter ihren Sohn wiederholt verkuppeln will, sperrt sich Motti, weicht vom traditionellen Pfad ab und verliebt sich in die Studentin Laura, eine «Schickse» (Noémi Schmidt), also eine Nichtjüdin. Das bringt Probleme. Michael Steiners Liebes- und Gesellschaftskomödie basiert auf Thomas Meyers Roman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse». Mit Sprachwitz (Jiddisch), List und Lust beschreibt er Nöte, Entdeckungen und Eroberungen eines Jünglings auf dem Weg zum Liebhaber. Erfolgreichster Schweizer Kinofilm 2018 mit über 200 000 Besuchern.


TV-Produktion

Amur senza fin

«Amur senza fin» ist der erste professionelle Fernsehfilm, der auf Rätoromanisch von Zodiac Pictures in Koproduktion mit der SRG gedreht wurde. Er widerspiegelt recht authentisch Gesellschaft, Sprache und Mentalität der rätoromanisch sprechenden Bevölkerung. Autorin Sabine Pochhammer erzählt von Ehebeziehungen, die eingeschlafen sind. Drei Männer sind Jagdkumpel, wobei einer (Beat Marti) dem Kollegen (René Schnoz) Hörner aufsetzt und der Dritte (Bruno Cathomas) sich mit der Freundin (Tonia Maria Zindel) seiner Frau (Rebecca Indermaur) vergnügt. Als dann noch der smarte Michael (Martin Rapold) auftaucht und der indische Pfarrer (Murali Perumal) das «Kamasutra» empfiehlt, ist Feuer im Dorf. Der Zürcher Christoph Schaub inszenierte diese heimatliche und vergnügliche Krisenkomödie.

Nr 47 - Staffel 2

SRF lanciert 2018 mit «Nr. 47» die erste Youtube-Serie und trifft den Nerv der jungen Zuschauer. Wer Anfang 20 ist, dem stehen alle Möglichkeiten der Welt offen – genau das überfordert viele. In «Nr. 47» lernt man Bewohner eines Berner Wohnblocks kennen, die ihren Platz im Leben und zu einem gewissen Grad ihre eigene Identität suchen. Berührende Geschichten über das Erwachsenwerden von Schweizer Millenials. Zeitgemäss und mit viel Herzblut umgesetzt von einem jungen kreativen Team und mit dem Zürcher Fernsehpreis 2018 ausgezeichnet. In der 1. Staffel dreht sich alles um Eveline, die frisch zu Hause ausgezogen ist. In der 2. Staffel erfährt man die Geschichte vom Rapper Dominic, der ein grosses Geheimnis mit sich trägt. Dominic ist schwul, und niemand weiss davon. 

Tatort Luzern

Der Basler Dani Levy hatte sich einen besonderen Dreh ausgedacht. Ihm schwebte ein «Tatort» in Echtzeit vor – mit einer Kamera in einer einzigen Einstellung gefilmt. Das war eine Premiere, nicht nur für das Schweizer Team, sondern überhaupt für die Krimi-Reihe. In der Folge geht es um einen Mord im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Viermal wurde der gedreht – zweimal auf Hochdeutsch, zweimal auf Schweizerdeutsch. Das bewährte Ermittlerteam Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer), deren TV-Dienstzeit in diesem Jahr endet, muss bei einem Holocaust-Gedenkkonzert eingreifen, zu dem der ehemalige Fluchthelfer und Mäzen Walter Loving (Hans Hollmann – in Tat und Wahrheit ein bekannter Theaterregisseur, 86) geladen hatte. Ein Clou mit Klasse.


Schauspielerin/Schauspieler

Joel Basman

Er kennt sich aus in der jüdischen Kultur: Sein Vater, ein jüdischer Israeli, betreibt ein Modegeschäft in Zürich. Der Sohn Joel Basman (28) wirkt bisweilen auch als Modedesigner. Gelernt ist gelernt. Doch bekannt ist er vor allem als Schauspieler (Prix Walo 2014) seit zwanzig Jahren. Zuerst als Schlitzohr Zizou in der TV-Serie «Lüthi und Blanc» (2004-2006), als autistischer «Jimmie» (2008) oder Soldat im Dreiteiler «Unsere Mütter, unsere Väter» (2012). Er war als Dichter Rilke in «Paula» (2016) oder im «Papillon»-Remake (2017) mit von der Partie. Freund und Regisseur Michael Steiner besetzte ihn nun als Motti, der kulturelle jüdische Fesseln ablegt und erste Liebeserfahrungen macht in «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse». Kein Beinbruch, sondern ein amouröser Aufbruch.

Max Hubacher

Es sind schwierige Rollen, die der Berner verkörpert. Max Hubacher (25) machte als krebskranker Junge in «Stationspiraten» (2010), wenig später als «Verdingbub» (2011) auf sich aufmerksam. Er hat die Fussballstiefel geschnürt und als YB-Kicker Skorerqualitäten gezeigt. «Mario» strebt eine grosse Karriere an, verliebt sich dann aber in einen Teamkollegen und muss seine Gefühle verbergen. Dafür erhielt Hubacher 2018 den Schweizer Filmpreis. Ein anderer tatsächlicher Fall betrifft den Berner Waffenläufer Mischa Ebner, der nachts Frauen attackierte und eine gar ermordete. Wie wird ein Mensch zum Mörder? Der Film «Der Läufer» beschreibt eine Entwicklung, aber gültige Antworten kann er nicht geben. Max Hubacher zeigt dabei eine reife Leistung in allen Belangen.

Sunnyi Melles

Ihre Filmografie ist vielseitig wie ihre Lebensgeschichte. Es gibt kaum eine deutsche Krimireihe, in der sie nicht mitgewirkt hat – von «Derrick» über «Kommissar Rex» und «Polizeiruf 110» bis zum «Tatort». Von Mehrteilern wie «Krupp», «Buddenbrooks» und anderen TV-Filmen ganz zu schweigen. Sunnyi Melles, seit 1993 Judith-Viktoria Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, ist ungarischer Herkunft und seit einigen Jahren Schweizerin. Engagements an den Salzburger Festspielen («Buhlschaft»), an den Bühnen in Basel, München oder Zürich wechselten sich ab mit Filmrollen. Sie war beteiligt an «Julias Verschwinden» und wirkt nun als Kartenlegerin, Frau Silberzweig, in der Erfolgskomödie «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» mit. Eindrücklich.