44. PRIX WALO

13. Mai 2018 tpc Studios Fernsehstrasse 1–4, 8052 Zürich





Publikumsliebling 2017

Der Publikumsliebling für das Jahr 2017 wird vom Publikum via TED ermittelt.

Calimeros | Heimweh | Kunz | Nik Hartmann | Röbi Koller | Sarah Spale | Stefan Büsser | Stefan Gubser | Susanne Wille



Publikumsliebling

 

 

Calimeros

Calimeros
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Über 40 Jahre sind seit dem Calimeros-Klassiker «Du bist wie die Sterne so schön» vergangen, der die Hitparaden stürmte. Bis heute verschönt und versüsst die Unterhaltungsband Calimeros  die Stunden der Zuhörer. Das Männertrio Roland Eberhard (Gründungsmitglied), Andy Rynert und Christian Antonius Müller gefällt aktuell mit dem Album «Aloha». Der Kopf der Schlagerband, Eberhart, komponiert fast alle Stücke für die Calimeros, aber auch für die Amigos und andere Schlagerstars. Munter und beschwingt – am 12. Mai beim Schlagerfest in Wichtrach und einen Tag später beim PRIX WALO.


Heimweh

Heimweh
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Auf ihren properen Trachtenjäckchen fällt die Stickerei «Heimweh» ins Auge, etwa beim Video zu «Rosmarie». Georg Schlunegger, der Mann aus Grindelwald oder Münsingen, je nach dem, gewann letztes Jahr als Newcomer den PRIX WALO. Der Produzent, Musiker, Sänger und vor allem die Gallionsfigur der Erfolgsformation avancierte zum Liebling der Schweizer Schlagerszene. Der Männerchor Schluneggers Heimweh trifft ins Herz und ist sozusagen ein Schweizer Spiegelbild, die Mitglieder kommen aus sieben Kantonen, zumindest beim Debütalbum «Heimweh» (2016).


Kunz

Kunz
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Das nennt man Karriereschub: 2012 gewann der Luzerner Sänger Kunz (Marco) den KLEINEN PRIX WALO und 2015 den Newcomer PRIX WALO. Nun wurde er für den PRIX WALO in der Sparte Pop/Rock und für den Publikumsliebling nominiert. Er komponierte das Lied zum Kinofilm «Schellen-Ursli» und hat nun «No meh Hunger», so lautet jedenfalls sein drittes Album. Einprägende Melodien und das Zusammenspiel von Hackbrett und Mandoline zeichnen auch diese Mundart-Folk-Produktion aus. Kunz, dem man gern Ähnlichkeit mit Hollywoodstar Ryan Gosling nachsagt, ficht das wenig an.


Nik Hartmann

Nik Hartmann
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Wenn's über Stock oder Stein ging, schweizweit gesammelt wurde («Jeder Rappen zählt») oder auch Fernziele fürs TV-Publikum angesteuert wurden, war der Burgdorfer meistens dabei. Vor gut 20 Jahren stieg Nik (Dominic-Marc) Hartmann bei Radio extraBERN und bei Radio 24 ein. Mit jeder Sendung, mit jedem Jahr wurde er populärer. Er war eben «bi de Lüt» und ist es auch noch. Mit «Herbstfest» markierte er eine neue Show zur Saison und reiste im «Winter Wunderland» auf der Suworow-Route über vier Alpenpässe. Der Mann bewegt sich und nimmt die Zuschauer mit.


Röbi Koller

Röbi Koller
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Der Mann gehört zum Fernsehen wie Bernard Thurnheer (der trotz Ruhestandes hin und wieder als Moderator zu hören ist). Röbi Koller, 60 Jahre munter, bucht mit seiner Samstag-TV-Show «Happy Day» immer wieder Quotenerfolge am Abend. Der Luzerner schenkt Menschen Freude, indem er sie zusammenbringt. Er inszeniert Glücksmomente, und das seit zehn Jahren. So einfach das Rezept, so erfolgreich die Resonanz. Rührung und Glück spielen mit. Röbi beherrscht blendend die Klaviatur der Kommunikation – positiv bis in die Haarspitzen.


Sarah Spale

Sarah Spale
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Sie kam, ermittelte und siegte – im tiefverschneiten Bündnerland. Als gar nicht wilde, sondern einfühlsame, eher zart besaitete Wilder, eben Kommissarin Rosa Wilder, trug Sarah Spale wesentlich zum Erfolg der neuen Schweizer Reihe bei. Die 37jährige Baslerin wurde mit einem Schlag fernsehbekannt und dürfte auch in einer zweiten Staffel Kristallisationspunkt sein. Die ausgebildete Primarlehrerin konnte bereits 2013 internationale Kinoerfahrung sammeln, an der Seite von Jeremy Irons und Bruno Ganz in «Nachtzug nach Lissabon». Erinnern Sie  sich noch?


Stefan Büsser

Stefan Büsser
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Der Mann hat Humor: Stefan Büsser (31) leidet an einer Entzündungskrankheit der Atemwege (cystische Fibrose), einer vererbten Stoffwechselkrankheit, und begegnet ihr mit Humor. Der Radiomoderator bei SRF 3 («Jeder Rappen zählt»), Moderator bei den «Golden Glorys» von G&G und den «Swiss Music Awards» absolviert dazu noch rund 50 Auftritte pro Jahr mit seinem Comedy-Programm «Au(r)a». Es läuft gut bei diesem quirligen Comedian. Nun ist er mit seinem Soloprogramm «Masterarbeit» unterwegs, darin verarbeitet er 100 Stunden Bachelor-Erfahrung. Welche Arbeit, welcher Spass! 


Stefan Gubser

Stefan Gubser
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Als «Tatort»-Akteur Flückiger ist er fernsehbekannt wie seine Kollegen in Deutschland und Österreich. Der Schauspieler Stefan Gubser (60) lebt am Fusse des Pfannenstils, liebt das Wasser und Segeln. Es hat nicht den Anschein, er sei amtsmüde, und so werden wir ihn weiter am Vierwaldstättersee oder in Gassen Luzerns tigern sehen, um Verbrechern auf die Spur zu kommen. 200 Rollen hätte er gespielt, davon 13 im «Tatort» gab er in einem Interview zu Protokoll, die Rolle als «Märchenonkel» ist neu hinzugekommen – im Märchenbuch und auf einer CD.


Susanne Wille

Susanne Wille
TED: 0901 57 59 09
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Sie zählt seit Jahren zu den bekanntesten TV-Gesichtern der Schweiz. Susanne Franziska Wille Fischlin (43) wurde zum Aushängeschild des TV-Magazins «10 vor 10». Dem bleibt sie treu, gibt aber ihren Moderationspart bei der «Rundschau» (SRF1) ab. Weiter wird sie  «10 vor 10» und Wahlsendungen moderieren. Im Jahr 2001 stiess sie zum Schweizer Fernsehen und moderierte zahlreiche Sondersendungen (beispielsweise Wahlen, Gotthard-Eröffnung), aber auch Reportageserien. Sie ist für die Zuschauer eine Vertraute geworden, eine Identifikationsfigur.



Nominiert in den Sparten:

 

 

Pop/Rock

Kunz
Mundart Rock

Lebenslust hat einen Namen: Kunz. Grosse Melodien, stampfende Rhythmen und eine Stimme, der man die Lebenslust einfach anhört. Das ist Kunz, das ist Mundart, das ist Folk! Marco wollte von Kindesbeinen an Lieder schreiben und so geschah es! 2012 gewann er als bester Nachwuchssänger den Kleinen PRIX WALO, vorletztes Jahr den begehrten PRIX WALO (Newcomer). Erst vier Jahre ist es her, seit Kunz den Erstling «Eifach so» veröffentlichte. Jetzt füllten Kunz und seine Band den renommierten Luzerner Konzertsaal KKL (18. bis 21. September 2017) restlos. Die Band wurde vom Luzerner 21st Century Orchestra und Chorus begleitet. Die Freude war riesig, die Songs in dieser aussergewöhnlichen Form und Formation präsentieren zu dürfen.

Seven
R&B und Soul

Der Aargauer ist ein Vollblutmusiker und seit über 16 Jahren musikalisch unterwegs, wie auch anders als Sohn eines Tenors und einer Pianistin! Sevens «Soultrain» kam an. Sein zweites Album «SEVENsoul» enterte 2004 die Charts. Seither hat der Blues- und Soul-Sänger national und international Fuss gefasst. Er trat mit Destiny's Child und «Die Fantastischen Vier» auf. Das Jahr 2017 stand unter einem besonderen Erfolgsstern. Der 38-Jährige wurde mit dem Swiss Music Artist Award ausgezeichnet. Am 7.7.17 erschien sein zehntes Album «4COLORS», und er ging mit seiner achtköpfigen Band auf internationale Tournee. Seven – das bedeutet schillernder stimmiger Rhythm'n’Blues und Soul – farbig wie der Titel verspricht – hochkarätig und universal.

Stefan Eicher & Martin Suter
Musiker & Schriftsteller

Sie kennen sich seit Jahren und inspirieren einander: der Schweizer Musiker Stephan Eicher und der Schriftsteller Martin Suter. Stephan Eichers erstes Lied zu einem Text von Martin Suter «Weiss nid, was es isch» war ein Volltreffer und erschien auf dem Album «Eldorado». Nun wurde das gemeinsame Album «Song Book» veröffentlicht. Das so unterschiedliche Paar erfüllte sich einen Herzenswunsch. Der Schriftsteller Suter erweist sich dabei als musikalischer Mundart-Poet, der Chansonnier Eicher als feinfühliger Interpret. Entstanden sind Songs von seltener Qualität und packender Stimmung. «Mit unserem 'Song Book' wollen wir den Menschen eine Freude bereiten», so Stephan Eicher. Das Versprechen haben die beiden über Gebühr gehalten.


Volksmusik

Dani Häusler
Klarinettist

Dani Häusler ist ein Ausnahmetalent. Mit elf Jahren begann der Zuger mit dem Klarinettenspiel. Er trat mit den heute noch aktiven «Gupfbuebä» auf und schloss ein klassisches Musikstudium ab. Mit den Gruppen «Pareglish» und «Hujässler» setzte er neue Massstäbe in der «Neuen Volksmusik». Dani Häusler unterrichtet Klarinette und ist als Dozent und Kursleiter an der Hochschule Luzern tätig. Ausserdem arbeitet er als Volksmusikredaktor beim Schweizer Radio (Musikwelle). 1997 gewann er mit seiner Formation «pareglish» den PRIX WALO und 2017 wurde er mit dem Goldenen Violinschlüssel ausgezeichnet. In seinem Personenblatt ist zu lesen, dass für den «virtuosen Klanggirlanden-Dekorateur» die schnapsschwadenschwangere Innerschweizer Ländlerszene immer noch das bevorzugte Terrain zur Verwirklichung eigener Musik- und Lebensträume sei.

Ils Fränzlis Tschlin
Rätoromanische Volksmusikgruppe

Sie sind im Engadin daheim und seit dreissig Jahren als Botschafter alter Tanzmusik unterwegs. Die Fränzlis bieten hörenswerte Spezialitäten aus Graubünden. Gründer und musikalischer Leiter ist Domenic Janett. Man beruft sich namentlich mit Ils Fränzlis da Tschlin auf den legendären, blinden Geiger Franz Waser. Der hatte zu seiner Zeit im 19. Jahrhundert das Engadin musikalisch bewegt. Lange Zeit war die Fränzlimusik Männersache, doch das änderte vor ein paar Jahren, als zu den Brüdern Domenic und Curdin Janett ihre Töchter Anna Staschia, Madlaina und Cristina Janett stiessen. Sie musizieren in alter neuer Weise – mit  Klarinette, Bratsche, Geige, Cello, Kontrabass. Das jüngste Album heisst «Nº. Tchinch (Nummer 5»). Ein ausserordentlicher Hörgenuss.

Martin Nauer
<i>Akkordeonist

Martin Nauer wurde bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Akkordeonspiel bekannt. Er liess sich vom Akkordeon-Virtuosen Walter Grob neue Handgriffe beibringen. 1971/72 bildete er mit Thury Horath eine Ländlerkapelle. 1972 suchte Kapellmeister Martin Beeler aus Einsiedeln einen Akkordeonisten und fand ihn in Nauer. Der Ländlerkönig ist nicht nur einer der besten Akkordeonisten der Schweiz, sondern auch einer der bekanntesten. Unzählige Auftritte mit der Kapelle Carlo Brunner haben ihn zu einer lebenden Legende gemacht. Seit 60 Jahren ist er einer der besten Musiker und überzeugt mit traumwandlerischer Griffsicherheit am Akkordeon. Er spielte nie nach Noten, weil er mit seinem absoluten Musikgehör alle Kompositionen frei und fehlerlos interpretieren konnte.


Newcomer

Faber, Sänger, Musiker
Sohn von Pippo Polina

Faber, eigentlich Julian Pollina (der Vater Pippo ist bekannt), lebt intensiv und singt darüber. Das macht sein Debüt-Album «Sei ein Faber im Wind» so hörenswert. Der 1993 geborene Musiker und Songschreiber ist italienischer Abstammung, wuchs aber in Zürich auf. Mit 15 begann Faber eigene Songs zu schreiben. Die erste EP finanziert er noch mit Crowdfunding, ein Jahr später folgt bereits eine zweite. Für «Sei ein Faber im Wind» begibt er sich mit dem Produzenten Tim Tautorat in die legendären Berliner Hansa Studios. Posaunen vermischen sich mit Gitarren und Geigen mit Klavierklängen. Vor allem fasziniert Fabers Stimme. Er singt seine Lieder mit einem gewaltigen Furor und maximaler Hingabe. 24 Jahre alt, klingt jung und schreibt dabei wie ein 50-Jähriger. Respekt.

Luna Wedler, Schauspielerin
«Flitzer», «Blue My Mind»

Die blutjunge Zürcherin (18) wurde mit einem Schlag im Kino bekannt. In der Beat Schlatter-Komödie «Flitzer» mischte sie am Rande, aber augenfällig mit. In dem Coming-Out-Märchen «Blue My Mind» spielte Wedler die Hauptrolle: Die 15jährige Mia entdeckt an sich eigenartige Symptome. Sie mutiert zum Fisch. Das Pubertätsdrama von Lisa Brühlmann (36) ist heisser Favorit für den Schweizer Filmpreis. Luna Wedler war von ihrer Rolle fasziniert: «Ich liebe die Herausforderung, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu spielen.» Bei den Berliner Filmfestspielen 2018 muss sie keine schwierige Rolle spielen, wohl aber in Berlin Präsenz als «Shooting Star» zeigen, zusammen mit neun jungen Talenten aus Europa. Und dann hoffentlich beim PRIX WALO.

Nemo, Rapper & Musiker
Pop, Jazz und Funk im Blut

Der 19jährige Bieler Rapper Nemo, bürgerlich Nemo Mettler, Sternzeichen Löwe, hat ein verrücktes Jahr hinter sich, wie er gestand. Sein Auftritt auf dem Berner Gurten war nachhaltig. «Für jeden, der wie ich aus der Umgebung kommt, ist es speziell, dort oben zu spielen. Die Waldbühne ist eine der speziellsten Bühnen der Schweiz. Es war voll, die Leute waren da. Sie hatten Lust mitzuhören. Das war krass», berichtete Nemo in einem Interview. Er brachte EP «Nemos Clownfisch» heraus, gab Konzerte und nimmt nun eine Auszeit. Seine Begründung: «Das braucht es ab und zu. Wenn man ständig Output liefert, kommt das kreative Auftanken zu kurz. Ich will mir mehr Zeit nehmen zum Schreiben und zum Musikmachen. Mal schauen, was aus mir raussprudelt.»


Kabarett/Comedy

Helga Schneider
Zürcher Kabarettistin

Mit dem deutschen Musikkomödianten Helge hat sie nichts zu tun, die Helga, die eigentlich Regula Esposito heisst und gern auf fremden Hochzeiten tanzt. Sie moderiert, provoziert, involviert, treibt ihr komödiantisches Unwesen in Comedy-Shows, Clubs, bei Feiern und anderen schrägen Events. In diesem Jahr im Sackmehl der Manege. Der Circus Knie hat sie für die Tournee 2018 angeheuert. Helga freut's spitzbübisch: «Formidable»! Gewisse Zelterfahrung kann man ihr nicht absprechen, belebte sie doch «Das Zelt» mit Michael Elsener, der Starbugs Comedy und mehr. Was sie sonst noch drauf hat, bewies sie auch im Hechtplatz Theater mit «SuperH3LG» - «wortlastig, musikalisch, bunt, raffiniert, witzig, kreativ, verspielt – eben Helga Schneider!»

Lapsus
Schweizer Komikerduo

Abstürze sind vorprogrammiert. So präsentieren Lapsus ihre neuste Show «On/Off – Das erste komplett selbstfahrende Unterhaltungsprogramm». Ihr Crashkurs führt durch Digitäler, über Berge und aufs Eis. Auch wenn die Autokorrektur sie gelegentlich vom Weg abbringt, können unsere Helden unterwegs interessante Pop-Up-Fenster öffnen. Dass auf der Reise auch Pannen geschehen, gehört dazu. Doch nach jedem Absturz folgt ein Neustart. Die beiden Kleinkünstler, für den Kleinkunstpreis 2018 nominiert, sind beim Arosa Humorfestival ebenso beliebt wie anderswo. 1995 gegründet, sind Theo Hitzig (Peter Winkler-Payot) und Bruno (Christian Höhener) so manche Lapsi (kleine unbedeutende Fehler) unterlaufen -  natürlich bewusst, gewitzt – solche Schelme!

Vincent & Vicent
Kultkomiker der Romandie

Niemand ist in der Westschweiz so Kult wie Vincent Kucholl und Vincent Veilllon. Mit Ihrer Morgenshow «120 secondes» auf Couleur 3 wurden sie bekannt, mit ihrer Sendung «26 minutes» berühmt. Politische Satire, wie sie intelligenter und witziger nicht sein kann. «Le Fric» heisst ihr aktuelles Bühnenprogramm. / Personne n'est aussi cultivé en Suisse Romande, que Vincent Kucholl et Vincent Veilllon. Les «deux Vincent» étaient faits pour se rencontrer, pour se compléter. De 120 secondes à 26 minutes, les humoristes chouchoux des Romands sont passés de la radio à la scène puis à la télévision avec succès. C'est la satire politique comme elle ne peut pas être plus intelligente et plus drôle. A la scène, l’un pose les questions, l’autre y répond par l’entremise des multiples personnages qu’il incarne. «Le Fric» est son programme de scène actuel.


Bühnenproduktion

Der schwarze Hecht
Musikkomödie, neu inszeniert

Das musikalische Lustspiel von Paul Burkhard hat auch 80 Jahre nach der Uraufführung keinen Schimmel angesetzt. Erich Vock hat zwar neu inszeniert, aber nicht modern aufgemotzt. Damen und Herren sind hochgeschnürt und in viel Stoff eingepackt – mit Gummibaum, Pendeluhr und viel Rüschen ausgestattet. Der 60.Geburtstag des Fabrikanten Oberholzer gerät aus den Fugen, und der Hecht brennt an, als Zirkusdirektor Obolski samt attraktiver Zirkusprinzessin auftaucht. Das Publikum hat seinen Spass an der Hubert Spiess & Erich Vock-Produktion, am Evergreen «O mein Papa» und einem gutgelaunten Ensemble (mit Vock und Spiess, Maja Brunner, Viola Tami, Fabienne Louves, Sabina Schneebeli, Hansjörg Bahl, Philippe Roussel, Daniel Bill u.a.)

Peter Marvey
Weltbekannter Zauberer und Illusionist

Der Zürcher Zauberkünstler Peter Marvey (46) hat vom schwyzerischen Feusisberg und seinem Magic House die Welt erobert. Er feiert sein 25-Jahr-Showjubiläum, begeisterte in Thailand wie in der Türkei oder in heimischen Gefilden. Von Beginn an kreiert er seine Zaubereien selber. In Bangkok wurde er mit dem Merlin Award for the Most Original Illusionist of the Century ausgezeichnet und seine langjährige Partnerin Vivi Vega gleich mit. Aber Peter Marvey überrascht nicht nur mit faszinierender Magie, sondern auch mit ungewöhnlichen Erlebnissen. Er liefert in seiner Show «Celebrating 25 Years» die «unglaublichsten Geschichten rund um die Welt» - etwa vom Absturz einer Fliegenden Kutsche. Peter Marvey wird uns hoffentlich auch bei der PRIX WALO-Gala verzaubern.

The Show Must Go Wrong
Kriminalkomödie

Der Tod ist nicht spassig, doch wenn es nach der britischen Comedy-Truppe Monty Python geht sehr wohl. Das hat sich wohl auch Regisseur Dominik Flaschka gesagt und eine «Krimikomödie zum Totlachen» auf die Bühne gebracht – nach britischem Muster versteht sich. Eine Theatertruppe will das Stück «Mord auf Schloss Haversham» aufführen. Doch dann läuft alles aus dem Lot, gehen die kleinsten Kleinigkeiten schief. Die Auftritte passen nicht, die Requisiten sind falsch platziert, und Schauspielerinnen werden niedergeschlagen. Doch es gibt eine Maxime: The Show must go on, wenn auch wrong oder schief. Das Ensemble mit Fabienne Louves/Tamara Cantrieni, Flavio Dal Molin, Sabina Deutsch, Peter Zgraggen lief in Zürich zur Höchstform auf. Slapstick und britischer Humor begeisterten.


Filmproduktion

Die göttliche Ordnung
Drama um das Frauenstimmrecht

Ein Schweizer Kinoerfolg, wie er nicht alle Jahre vorkommt: Das Filmdrama von Petra B. Volpe um das Frauenstimmrecht 1971 lockte letztes Jahr über 340 000 Zuschauer in der Schweiz, dazu über 100 000 in Deutschland an. Nora rebelliert gegen häusliche und gesellschaftliche Zwänge, findet zu sich selbst und Kraft, gegen «Die göttliche Ordnung», die männliche, zu rebellieren. Die Regisseurin packte Zeitgeschichte in ein menschliches, soziales Drama, ein Sittengemälde mit Ironie und Tiefgang – mit Marie Leuenberger in einer tragenden Rolle (Nora) und Maximilian Simonischek als etwas verstocktem, dann einsichtigem Ehemann. Der Film wurde dreifach mit dem Schweizer Filmpreis 2017 ausgezeichnet (Bestes Drehbuch, Beste Darstellerin, Beste Nebenrolle).

Die letzte Pointe
Komödie um den Lebensabend

Irgendwann endet das Leben für alle ohne Ausnahme – aber wie und wann? Ist Frau frei genug, das Ende selber zu bestimmen? Gertrud ist 89 Jahre rüstig, lebenstüchtig, vor allem dickköpfig. Sie glaubt, Demenzzeichen an sich erkannt zu haben, und will freiwillig aus dem Leben scheiden, aber keiner will helfen, weder Tochter noch Enkelin oder Ärzte. «Schweizermacher» Rolf Lyssy feierte mit seiner todernsten, gleichwohl lebensbejahenden Komödie ein fulminantes Kino-Comeback. Er geht ein ernstes Thema humorvoll an. Sein Ensemble mit Monica Gubser (86) an der Spitze, mit «Tatort»-Kommissarin Delia Mayer als Enkelin oder Peter Jecklin als Sterbehelfer überzeugte. Einen wesentlichen Regieanteil hatte Lyssys Sohn Elia, als sein Vater eine Zeitlang ausfiel.

Papa Moll
Familienfilm

Pausbäckig, mit dünnem Haarbüschel auf der Glatze, Bauch und Kulleraugen – so kennt man den Bünzli, der seit 1952 die Schweiz mit tollpatschigen Aktionen beglückt. Der bekannte, beliebte Biedermann, erscheint nun voller Tatendrang auf der Leinwand – mit grossem Publikumserfolg. «Papa Moll», der linkische Familienvater (Stefan Kurt), soll für ein Wochenende seine Frau (Isabella Schmid) väterlich vertreten. Doch das Leben mit seiner Rasselbande, der forschen Evi, dem ängstlichen Willy und dem rebellischen Fritz läuft aus dem Ruder. Die Filmemacher Manuel Flurin Hendry (Regie), Lukas Hobi und Reto Schaerli (Produktion) haben den Papa aus den Fünfzigerjahren in die Kinowelt von heute verpflanzt. Ein rundum gelungener, putziger Familienspass mit Action und Slapstick.


TV-Produktion

Boser & Böser
Tele Züri

Frech, witzig mit gewetzten Krallen: In der Talkshow «Boser & Böser» (TeleZüri) diskutiert Patricia Boser mit drei Gästen gesellschaftliche Themen der Woche und neusten Klatsch aus der Welt der Promis – witzig, sarkastisch, kontrovers, stets mit einer nötigen Prise Charme und Selbstironie. Dabei wird der Fokus in erster Linie auf Schweizer Themen und Prominente gelegt. Das gibt nicht nur Applaus, sondern auch Kritik und Hiebe, wenn sich eine Drag-Queen und eine Schauspielerin in die Haare geraten, wenn eine Skandalnudel eine Wett provoziert oder eine Starköchin ihre Messer wetzt. Durch kontroverse Aussagen, spannende Diskussionen und bitterböse Kommentare der Gäste ist die Sendung bisweilen Stadtgespräch und findet mediale Resonanz. 

Deville
SRF

Unverschämt schlagfertig und charmant führt Dominic Deville durch die jüngste 30-minütige Late-Night-Show aus dem Zürcher Club Mascotte. Dominic Devilles amüsant-provokanter Blick auf das aktuelle Geschehen und seine erfrischend direkte Art formen den Charakter dieser Comedy-Sendung. Da gab's eine Weihnachtsshow mit der Slam-Poetin Lara Stoll. Deville fühlte Viktor Giacobbo und Milke Müller auf den Zahn, machte sich über die Zukunft der Schweizer Banken Gedanken, sinnierte über Grüsel-Entsorgung oder Seifenopern. Der 42-jährige ehemalige Kindergärtner, Punkmusiker und Kabarettist prägt jede Facette der Show. An seiner Seite steht die 31-jährige Schauspielerin, Food-Bloggerin und Stand-Upperin Ágota Dimén, mit transsilvanischem Temperament.

Wilder
SRF

Beeindruckende Bilder, gute Schauspieler, Spannung bis zum Schluss: Die Krimi-Serie von SRF begeisterte 2017 Publikum und Kritiker. Ein Schweizer Bergdorf im Winter gerät ins internationale Rampenlicht, als kurz vor Baubeginn eines umstrittenen Ferienresorts die Tochter des arabischen Investors spurlos verschwindet. Kantonspolizistin Rosa Wilder (Sarah Spale) ermittelt. Gemeinsam mit dem Bundeskriminalbeamten Manfred Kägi (Marcus Signer) stösst sie auf ein dunkles Geheimnis, das unter der Oberfläche der Talschaft modert. Regie führte Pierre Monnard. Christian Kohlund hatte einen kurzen Auftritt, und Sabina Schneebeli mischte als Bundesstaatsanwältin Barbara Rossi mit. Die sechsteilige Reihe kam bestens an. Erfolge soll man feiern, und so soll «Wilder» fortgesetzt werden.


Schauspielerin/Schauspieler

Sarah Spale
TV-Serie «Wilder»

Wenigen war die Baslerin vorher bekannt. Sarah Spale liess sich zur Primarlehrerin ausbilden, ehe sie zum Theater, zum Kino und Fernsehen kam. Die Mutter zweier Kinder liess sich auf das Krimi-Abenteuer «Wilder» ein. Sie verkörpert die sensible Ermittlerin Rosa Wilder, musste sich Berndeutsch aneignen und einige Winterstrapazen auf sich nehmen. «Ob als Profi bei den Ermittlungen oder mit den verknorzten Eltern am Familientisch: Rosa trägt eine grosse Spannung in sich. Sie ist ein sehr verletzlicher Mensch, zugleich eine starke, unabhängige Frau», urteilt Spale über ihre Figur. Die Reihe wird fortgesetzt mit Sarah Spale, die übrigens auch Auftritte im Schweizer «Tatort: Geburtstagskind» (2013) und im Kinofilm «Nachtzug nach Lissabon» (2013) hatte.

Stefan Gubser
TV-Reihe «Tatort»

Er stammt aus Winterthur ist aber nach Bodensee-Einsätze in Luzern heimisch geworden – als «Tatort»-Kommissar Reto Flückiger, und das seit 2008. Doch seine «Tatort»-Vergangenheit reicht weiter zurück. Bereits im Jahr 2000 tauchte er als Professor Arthur Sterndorff in «Der schwarze Skorpion» (mit Manfred Krug und Charles Brauer) auf. Wer zählt die Toten und Fälle, die Gubser/Flückiger seither bearbeitet hat? Er ist vom Krimi-Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Weniger bekannt dürfte seine literarischen Tätigkeit sein: Im letzten Jahr erschien das Märchenbuch «Di gschtifelte Gans – Grimm-Märli und Schlafliedli zum Läse und Lose», das er zusammen mit seiner Tochter Stefanie herausgegeben hat. Und welche Märli wird er dem PRIX WALO-Publikum auftischen?

Stefan Kurt
Kinofilm Papa Moll

Der Schweiz bekanntester Bünzli ist erwacht und hat die Leinwand erobert: Stefan Kurt (59) verkörpert, aufgeplustert und bestens ausstaffiert, den beliebten Biedermann «Papa Moll», der seit 1952 die Schweiz mit seinen tollpatschigen Aktionen beglückte. Der Berner Stefan Kurt unterzog sich geduldig mancher Maskentortur. Keine Frage, das Publikum hat ihn als «Papa Moll» ins Herz geschlossen. Aber er kann auch anders vor Kameras («Verdingbub», «Akte Grüninger») und auf Bühnen (Berliner Ensemble, Komische Oper Berlin). Im Januar feierte er Premiere an der Oper Lyon in «Der Kreidekreis» (Musik: A. Zemlinsky) - als Richter Tschu Tschu (Sprechrolle). Wenig bekannt ist auch, dass der Mime seit 2006 als Fotograf arbeitet und ausstellt. Er lebt in Berlin.